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Das roBerge-Forum => Alle roBerge-Boards => Wer war wo => Thema gestartet von: Reinhard am 18.04.2026, 21:23

Titel: Radlfahrt nach Hohenthann
Beitrag von: Reinhard am 18.04.2026, 21:23
Heute war ich wieder mit einigen RoRadlern (Roradln.de (https://www.roradln.de/)) unterwegs – diesmal auf der Tour ,,Hohenthann – Abwechslungsreiche Runde durchs Alpenvorland über Jakobsbaiern".

Start war in Oberwöhr, dann ging es über Fürstätt und Großkarolinenfeld entlang der Rott nach Tattenhausen. Die Landschaft zeigte sich frühlingshaft mit grünen Wiesen und viel Löwenzahn.


Kurz vor Tuntenhausen

Über Tuntenhausen fuhren wir nach Norden und erreichten Hohenthann, den nördlichsten Punkt der Runde. Normalerweise hat man dort einen super Alpenblick, heute lag allerdings etwas Dunst über der Alpenkette.

Kurz danach kamen wir in der Nähe von Weng an einem kleinen geologischen Highlight vorbei: einer Nagelfluhwand aus einem ehemaligen Abbaugebiet.  Ein Konglomerat oder Nagelfluh ist in der Geologie ein grobkörniges Sedimentgestein, das aus mindestens 50 % gerundeten Komponenten (Kies oder Geröll) besteht, die durch eine feine Matrix verkittet sind
Über ein Brennnesselfeld ist das Biotop gut erreichbar, aber wegen überhängender Partien unbedingt mit Abstand zu betrachten.


Nagelfluhwand Weng

In Jakobsbaiern legten wir eine Pause an der Ruine der romanischen Filialkirche St. Jakobus ein. Erhalten ist nur der Turm, der seit 1909 eine Lourdesgrotte und eine Arme-Seelen-Kapelle beherbergt. Rundherum liegen alte Grabsteine aus mehreren Jahrhunderten – Reste des historischen Dorffriedhofs. Der Ort steht heute unter Denkmalschutz. Durch einen Orkan im Januar 2015 fiel eine Linde neben der Kirche auf eine Schreinerei und hat dabei den Blick auf verblichenes Leben eröffnet: Unter ihren Wurzeln kamen menschliche Knochen zum Vorschein.


Die Kirchenruine in Jakobsbaiern


Alte Postkarte der Kirchenruine

Die geplante Durchfahrt durch den Maxlrainer Forst entfiel wegen Forstarbeiten, daher wichen wir nach Süden aus. An dieser Stelle danke an Kurt für die Testfahrt tags zuvor.

Über die Höglinger Weiher und Weihenlinden mit seiner Wallfahrtskirche ging es weiter Richtung Heimat. In Mietraching passierten wir die frühere Bad Aibling Station, einst Teil des Echelon-Abhörsystems westlicher Geheimdienste.

Einkehr gab's schließlich beim Griechen Dionysos in Bad Aibling, bevor wir über Großkarolinenfeld gemütlich nach Hause rollten.

Eine abwechslungsreiche Tour mit Natur, Geschichte und guter Gesellschaft.
Organisiert von Kurz von Roradln.de (https://www.roradln.de/)
Ca. 63 km, 500 Höhenmeter, reine Fahrtzeit ca. 3 Std. 45 Minuten.

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