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Das roBerge-Forum => Alle roBerge-Boards => Bergtouren => Thema gestartet von: eli am 18.07.2014, 10:20

Titel: Hohes Brett und Brettgabel am 17.07.2014
Beitrag von: eli am 18.07.2014, 10:20
Servus beinand!

Der Berg ruft, schon wieder:  Herrliches, stabiles Sommerwetter vorhergesagt, Temperaturen bis 30 Grad, Gewitter eventualmente erst am späten Nachmittag  und so weiter.  :)
So die graue Theorie , in der Realität war es a bisserl anders:  >:(  In der Anfahrt erst Grau in Grau am Himmel, dann Gewitterwolkentürme, in Bad Reichenhall starke Regenschauer, und im BGL eine klitzekleine Hoffnung auf Besserung.  ::) Mit der Jennerbahn ab Mittelstation Hinterbrand  rauf, im Hinterkopf evtl. auch gleich wieder runter.  ::)

Na ja, oben zwar miserable Sicht, aber trocken. Also rauf auf`s  Brett!  :) Das Kohlröschen wartete in seiner ganzen winzigen Schönheit eh schon auf uns. ( Bild a )
Beim Steigansatz zum Pfaffenkegel haben wir Drei dann Hauptweg zum Stahlhaus verlassen und sind über die Anhöhen zum einsamen Kreuz dort gestiegen. Dunkle Wolken hinter und über den Brettwänden, rasante Nebelwallungen um den Schneibstein zur Rechten.  ( Bilder b 1 /2 )
Na und dann fing es so richtig an zu nieseln.  :o Regengwand raus, Rucksack abdecken, auf die glitschig, abgespeckten Felsen achten  ??? . Dann ein Lichtblick: Eine BW - Gruppe kam fröhlich schnatternd und hüpfend rasant vom Berg uns entgegen. Meine Frage:
" Hey, seid`s ihr vom Hochzug Strub? " " Hey , genau, woher woaßt du des? " " Hey, mei Schwiegersohn war a dabei, a so a narrischer Gimpe!"  Mein " Hurra die Gams!" wurde vielstimmig freudig erwidert.  :D

Der Blick auf der versicherten Querung zum Jägerkreuz hat mir nur von der wilden Stimmung her gefallen. Oben klarte es dann schon wieder etwas auf! ( Bilder b3 und c )

Hawedere

eli
Titel: Re: Hohes Brett und Brettgabel am 17.07.2014
Beitrag von: eli am 18.07.2014, 19:52
Servus beinand

beim gemütlichen Aufstieg ( Bild f ) zum Hohen Brett,2340 m.
Nach knapp 2 1/2 Stunden ab Gipfelstation Jenner standen wir alleine am einfachen Kreuz, auch relativ selten hier.  :D   Halt, eine Gams nutzte diese seltene Gelegenheit und äste in aller Seelenruhe auf der Gipfelhöhe. ( Bild g1 )
Wie schnell die Wetterlage sich an diesem Tag änderte, beweisen die beiden Bilder, die innerhalb weniger Minuten geschossen wurden. Erst freier Blick über den Brettriedel zum Hohen Göll, dann vom "Teufelsgemäuer" her dicke Wolkenschwaden, die alles verhüllten wie weiland Christo  den Berliner Reichstag. ( Bilder g2 / h )

Damit war die Entscheidung gefallen gegen denn eher selten begangenen, freien Abstieg über die Nordwesthänge, da hier nur ganz wenige Daubn als Orientierungspunkte dienen. Bin da mal vor Zeiten gegangen, macht zwar Spaß, aber nur Sinn bei stabiler Wetterlage.
Also wieder runter zum Jägerkreuz, 2182 m  ( Bild i ), die Aussicht dort genossen und dann in nordnordwestlicher Richtung auf immer deutlich werdenden Steigspuren die lange Hangquerung zur Gabel. Nicht markiert, aber genügend Stoamandl da, die einem Sicherheit vermitteln.

Hawedere

eli
Titel: Re: Hohes Brett und Brettgabel am 17.07.2014
Beitrag von: Ameranger am 19.07.2014, 00:52
Griaß Di Eli,

Na da wäre es doch beinahe wieder zu einem fast Roberge Treffen gekommen, hätte der Wetterprophet ( oder sollte ich lieber "Wetterrätsler" ) sagen  >:D nicht so herrliches Wetter vorausgesagt.
Ich hatte die Tour auch eigentlich am 17.7. vor, wenn auch mit einigen "Ameranger" Varianten  ;).
Aber da eben stabiles Wetter vorhergesagt war, sollte endlich eine schon lange ersehnte Tour fallen..... >:D

Nur soviel, wären die restlichen Wölkchen auch noch verschwunden, hätt ich den eli vielleicht sogar erspähen können  ;D
Bin gespannt, wie der Bericht weitergeht !

Vg Ameranger
Titel: Re: Hohes Brett und Brettgabel am 17.07.2014
Beitrag von: eli am 21.07.2014, 15:22
Servus Amernger

das "gelobte Land" mit schneerose, Ameranger, eli ... fest in roBerge - Hand!  :D

In der AV - Karte BY 21 "Watzmann" ist der Steig zur Gabel nicht eingezeichnet, darum zur Orientierung bei der Abzweigung ab Jägerkreuz die folgenden 3 Bilder k:
- Der Steigbeginn ist deutlich erkennbar, rauf auf den kleinen Buckel, dann sieht man
- jede Menge Stoamandl und geht mit gehörigem Respekt vorbei an
- der tiefen Doline zur Rechten.  :o 

Zur Linken begleiten einen bei der langen, ungemein aussichtsreichen  Hangquerung eh immer die  schroffen Westabbrüche.

Nach einer halben Stunde etwa genießt man dann auf dem Bankerl das Gewurl der Menschlein tief unter einem und im Rückblick den breiten Buckel des Vorbretts, der sich immer mehr zum Grat verengt.  ( Bilder l und m )

Hawedere bis gleich, die Gabel wartet.

eli
Titel: Re: Hohes Brett und Brettgabel am 17.07.2014
Beitrag von: eli am 22.07.2014, 20:42
Servus beinand!

Das Wetter hatte sich ja mittlerweile prächtig entwickelt und so waren auch ungewöhnliche Bergperspektiven möglich.

Bilder n: Hoher  Göll - Mannlköpfe - Pflughörndl - Kehlstein

Bild o : Brettgabel voraus!

Bild q : Der Königssee hat Zuwachs bekommen.

Bild p: Ein stilles Plätzchen zum Abschluss: Hier ist gut sein.  :)

Fazit: Noch immer eine nicht allzu  bekannte, aussichtsreiche  Tour im BGL, die über gut 1200 Höhenmeter in den hochalpinen Bereich führt. Unsere Variante mit der Jennerbahn spart Kräfte, doch geht der Abstieg dann mit dem wirklich sehr steilen, finalen Rinnenabstieg höllisch auf die Gelenke.

Hawedere

eli