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Das roBerge-Forum => Alle roBerge-Boards => Bergtouren => Thema gestartet von: steff am 22.08.2014, 12:08
Nach langer festlbedingter Bergabstinenz hab ich mich am Sonntag zu einer Bergtour auf den Großen Rettenstein entschlossen.
Leicht übermüdet vom nächtlichen Einsatz (3 Uhr, Katze im gekippten Fenster) und mit leichten Knieproblemen standen wir um 9.00 Uhr am Parkplatz vor dem Mauthäusl am südlichen Ortsrand von Aschau.
Der Aufstieg sollte über die Sonnwendalmen und Schöntalalmen zum Gipfel des Rettensteins erfolgen. Abstieg übers Schöntaljoch und Spießnägel zur Hirzeggalm. Übern Hirzeggweg in den Oberen Grund und zurück zum Parkplatz
Tourenbeschreibung auf roberge (http://www.roberge.de/content.php?file=/tour.php&id=600)
Der Weg auf den Großen Rettenstein und die dortige Aussicht sind grandios. Der Gipfelhang ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Die oftmals erwähnte Steinschlaggefahr durfte ich selbst miterleben. Eine Gruppe löste gleich zu Beginn des Wiesenhangs oberhalb von uns einen Steinschlag aus. Eine junge Dame wenige Meter hinter mit konnte den faustgroßen Stein in letzter Sekunde nur noch mit der Hand abwehren. Gottseindank blieb diese Aktion ohne Nachwirkungen.
Der Abstieg und der Weg zu den Spießnägeln kann man nur empfehlen. Allerdings war es nach den vielen Regenfällen der Wochen zuvor ganz schön batzig.
Die Krönung der Tour erlebten wir aber beim Abstieg von der Hirzeggalm. Ich wollte eigentlich auf a Glas einkehren. Aber meine Bergkameraden wollten schnell ins Tal, weil sie am nächsten Tag zeitig aufstehen wollten. Tja.
Von der Hirzeggalm sind wir rd. 150 hm runter, bis wir festgestellt haben, dass wir falsch sind, also auf dem Weg zur Sonnwendalm. Also wieder rauf und den Hirzeggweg runter. Da waren aber Forstarbeiten. Auf ca. 20 Meter gut 2 Meter hoch kreuz und quer gefällte Bäume. Und dass bei einem Hang, wo der Weg in Serpentinen runtergeht. D.h. nach jeder Kehre kommen immer 3 Fällschneisen mit Bäumen. Und das 11 Mal ! Nach dem 6 Überstieg haben wir uns aber entschieden, einfach bergab zu steigen. Gottseidank waren Forstarbeiten nur etwas bis zur Hälfte des Hangs, sonst wären wir eingegangen. Weil normalerweise hab ich Schnittschutzhose, Handschuhe, Helm und mei Husqvarna dabei, wenn i in solch am Gelände rumsteig.
Geärgert hab ich darüber, dass unter keinerlei Hinweise angebracht sind, dass oben Forstarbeiten sind.
Mein e-mail an die Gemeinde wurde wiefolgt beantwortet:
Sehr geehrter Herr Steff,
laut Absprache mit unserem Waldaufseher konnten wir in Erfahrung bringen, dass die Bundesforste auf der Hirzeckalm beim durchforsten sind.
Dies wurde bereits Anfang August durch rot weiße Absperrbänder und einer Hinweistafel im Bereich wo der Hirzeck Weg vom oberen Grund Weg
abzweigt gut sichtbar markiert.
Nachdem es sich hier um die Bundesforste und sohin Staatswald handelt, fällt dies nicht in den Bereich der Gemeinde.
Gerne haben wir Ihre Nachricht aber auch noch an das Tourismusbüro weitergeleitet.
Mit freundlichen Grüßen
XXXXXXXXX
Gemeinde Kirchberg in Tirol
Hauptstraße 8
6365 Kirchberg in Tirol
Servus Steff,
Zitat von: steff am 22.08.2014, 12:08
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Der Abstieg und der Weg zu den Spießnägeln kann man nur empfehlen. Allerdings war es nach den vielen Regenfällen der Wochen zuvor ganz schön batzig.
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Mitte Juli bin ich diesen Weg auch (wieder) gegangen. Schon damals war es ungewohnt batzig. Die Spießnägel sind ansonsten aber eine sehr schöne Kammüberschreitung und m.E. immer einen Umweg wert. Am Ende machte ich Einkehr auf der Hirzeggalm: freundliche Sennerin, herrlich erfrischender selbstgemachter Holundersaft und noch besserer selbstgemachter Apfelkuchen!
Zitat von: steff am 22.08.2014, 12:08
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Von der Hirzeggalm sind wir rd. 150 hm runter, bis wir festgestellt haben, dass wir falsch sind, also auf dem Weg zur Sonnwendalm. Also wieder rauf und den Hirzeggweg runter. Da waren aber Forstarbeiten. Auf ca. 20 Meter gut 2 Meter hoch kreuz und quer gefällte Bäume. Und dass bei einem Hang, wo der Weg in Serpentinen runtergeht. D.h. nach jeder Kehre kommen immer 3 Fällschneisen mit Bäumen. Und das 11 Mal !
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Diesen Abstiegsweg hatte ich auch gewählt, aber damals liefen nur ein paar Holzarbeiter im Wald umher und markierten zahllose Bäume für die bevorstehende Forstarbeiten. Schade um den Weg, er war immer angenehm zu gehen und vor allem so schön schattig. Das ist jetzt also nix mehr >:(.
Als Beilage eine Aufnahme vom Aufstiegsweg auf den Gr. Rettenstein, der schräg von der Seite extrem steil (wie er halt so ist) wirkt. Aufnahmestandort war das Schöntaljoch.