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Das roBerge-Forum => Alle roBerge-Boards => Bergtouren => Thema gestartet von: MANAL am 26.04.2015, 14:03
Die Schneemengen sind leider noch zu groß um höhere Ziele anzustreben. Also bleibt mal Zeit die kleineren Kuhberge "abzugrasen". Solange keine Kühe draufstehen sind es auch entspannte Touren. Danach steigt der Gestank, die Zahl der Fliegen und zusammengetrampelter Batzlöcher ins Unermessliche. Für gestern habe ich mir den Hirschhörnlkopf aus der Jachenau ausgesucht. Bisher noch nie von dem Berg gehört aber Tourenberichte bei hikr.org und auf Karten zeigen einen südseitigen Aufstieg und schöne Ausblicke.
Ausgangspunkt der kostenpflichtige Parkplatz (2 EUR) in der Jachenau. Von hier geht's recht flach auf einer Forststraße geradeaus direkt auf den Berg zu der sich bereits früh in seiner vollen Breite zeigt (Foto 1). Das Gipfelkreuz ist bereits erkennbar und scheint nicht allzufern, aber es trennen noch viele Höhenmeter. Am Ende der Weideflächen zweigt de Forstweg rechts ab und es wird steiler. Nach einer weiteren Abzweigung (alle markiert) geht der Forstweg steiler an den Fuß der steilen Waldhänge ran. Hier findet sich auch dieses schöne Schild das der Baum langsam aufzuessen scheint (Foto 2) ;D
Nach einigen Kurven endet der Forstweg und geht in einen netten kleinen Steig über der sich in vielen Serpentinen den steilen Hang hochwindet (Foto 3). Mal im etwas dichteren, mal im lichten Wald mit Ausblicken auf die Soierngruppe und das Karwendel (Foto 4) geht's nach oben. Nach ca. 1,5 Stunden ab Parkplatz erreicht man auf dem flachen Rücken der Hirschhörnlkopf die Bärenhauptalm und sie die letzten Höhenmeter über den ansteigenden Rücken zum Gipfelkreuz. Nach ca. 2 Stunden erreicht man dann das Gipfelkreuz des Hirschhörnlkopfs (Foto 5).
Vom Gipfel genießt man eine schöne Aussicht für solch einen recht unbekannten Kuhberg. Am westlichen Nachbar, dem Jochberg geht's sicher richtig zu. Schöne Blicke nach Nordosten zur Benediktenwand, nach Osten bis zu den Tegernseern, in den Südosten bis zur Guffert und Rofan. Im Süden der komplette Karwendelblick, im Südwesten der Wetterstein bis zur Zugspitze, im Westen die ganzen Berge vom Estergebirge über Herzogstand und Heimgarten bis zum Jochberg. In der Ebene draußen Murnau sowie Ammer- und Starnberger See. Tief unten der schöne Walchensee.
Ich genieße die Aussicht bei einer Brotzeit und steige dann wieder zur Bärenhauptalm ab. Von dort nehmen ich den Abstieg über die Kotalm. Dieser ist zwar deutlich länger, dafür geht es knieschonender entlang der Südwestflanke der Hirschhörnlkopfs bis zur Kotalm die genau im Tälchen zwischen Jochberg und Hirschhörnlkopf liegt. Ein schöner Weg der aber wohl bei mehr Feuchtigkeit eine ziemliche Batzschlacht sein dürfte. Von der Kotalm zuerst ein kurzes Stück auf einer breiten Forststraße, dann geht's schön auf einem kleinen Pfad und altem Karrenweg steil und hoch über der Schlucht des Kolbachs wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Insgesamt eine nette Rund die genau für die Jahreszeit passt. Wem das Gewusel am Jochberg zuviel ist der bekommt hier den fast gleichen Ausblick deutlich einsamer.
Noch ein paar Fotos:
- Blick runter zur Bärenhauptalm. Im Hintergrund der markante Guffert
- Blick nach Westen über den Walchensee hinweg. Im Hintergrund der Wetterstein bis zur Zugspitze, rechts Estergebirge, Herzogstand/Heimgarten und der benachbarte (und sicher überlaufene) Jochberg.
- Der gemütliche Abstieg zur Kotalm
- Kotalm
- Schöner Abstiegsweg von der Kotalm