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#21


Frage zur Enterrottacher EJH-Klause Biketour:

Kurz nach der Bayralm soll es angeblich eine Änderung der Wegführung geben. Ich kenne von vor einigen Jahren einen trailartigen Schotterweg.

Weiß jemand genau, was geändert wurde?
#22
Zitat von: kare am 30.07.2026, 11:23diesmal am Lackenberg

Waldbrand im Chiemgau
Scheint sich schon gebessert zu haben 2026-07-30 14:30:

http://oberwoessen.rundumwebcam.de/?pan=314.83&tilt=1.13&scale=1.00

(Kamera auf den Lackenberg stellen und dann die Zeit zurückstellen)
#23
Buch & Media / Tuxer Tal
Infothek - 30.07.2026, 13:08
Wir haben diesen umfangreichen und doch handlichen Wanderführer in die roBerge-Bibliothek aufgenommen.
Mit ausführlichem Inhaltsverzeichnis.

zur roBerge-Bibliothek
#24
diesmal am Lackenberg

Waldbrand im Chiemgau
#25
Da keine Anhaltspunkte zu erkennen sind, auch einige umgestürzte Bäume versperren eine ausreichende Sicht, und ich es bereits als machbar kenne, gibt es mir mentale Sicherheit noch kleinere Steilstellen neben dem Graben hinauf zu steigen. Doch dann ein gutes Stück unterhalb der nun sichtbaren, botanischen Wand oben, quere ich etwa auf der Höhenlinie nach links / ostwärts, bis das weitere Gelände einsehbar wird: Hinter einer schwach ausgeprägten, breiten grasigen Rinne/Mulde ist im weiteren Verlauf zwischen Baumbestand und weiterem, begrüntem Felsaufschwung ein "Grasband" in Richtung Osten erkennbar, das optisch am Ende "in die Luft" zu führen scheint. Die schwach ausgeprägte Rinne aufwärts steilt sich etwas auf, ist aber auch mit einzelnen Bäumen bewachsen - und hier hätte ich ohne das erhaltene Wissen von dem markanten Ost-Knick, sowie dem inneren Bestreben "ungeduldig" weiter aufsteigen zu wollen, meinen nächsten Verhauer begangen. Ich habe mich bereits dem inneren Drang hingegeben und bin etwas hinauf gestiegen, um dann jedoch aufgrund der Steilheit doch zu zweifeln.

War ich gemäß der historischen "Skizze" bereits weit genug nach Ost hinaus gequert? Hier hätte eine GPS-Referenz wohl ausreichend zuverlässig diese Frage beantwortet, doch ich muß es physikalisch erkunden. Immer wieder nach "Zeichen" Ausschau haltend, bemerke ich gleich hinter der Mulde zwei größere, übereinander gestellte Steine. Ich packe "vorsichtshalber" noch einen dritten oben drauf und halte die Richtung bei, so etwas wie einer (Gams?)Spur folgend. Nun wird das Gelände besser einsehbar und etwas oberhalb des größeren Wandabbruchs zur Fischunkelalm hinab, ist nach oben ein bis heute von Gämsen benutzter Steigansatz auszumachen. Yes - das ist es!
Etwas rechts-aufwärts, leicht süd-westwärts haltend, führt mich diese Spur geradewegs zu einem (relativ breiten) "Durchschlupf" hin, um damit die nächste "Ebene" zu erreichen. Es ist das Gebiet, an dem in alten Karten eine Wasserstelle als Brunnen, in neueren als Quelle eingezeichnet ist. Doch Wasser ist dort derzeit keines auszumachen, aber einige Steinmänner, die nun diesen sinnvollen Routenverlauf bestätigen. Hier könnte in alten Zeiten eine Bergweide der Walch-Alm gewesen sein.

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Neuland (für mich): Bereits nach der Ost-Querung durch die "Mulde" und oberhalb des breiten Grasbandes: Hier findet der Original-Verlauf (nur) nach historischer Karte seinen "Schlupf" durch die botanische Felswand und erreicht danach die nächste "Ebene" mit dem verzeichneten "Brunnen" (der war einmal, leider nix mehr zu trinken dort)

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Beim weiteren Queren in Richtung zur ehem. Walch-Alm/-Hütte öffnet ein steiler Graben erneut den Blick hinab zur Fischunkel-Alm.

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Zoom von der gleichen Stelle - diesen Ausblick gab es bereits vor Jahrhunderten... - doch wieviele Bergler werden sich diesen in der Zukunft noch "erarbeiten"?

Nun wieder in süd-östliche Richtung aufwärts orientierend, steige ich durch uralte Baumriesen hindurch, einer Spur bestmöglich folgend. Auch entsprechend der Karte müßte man dann eher der Höhenlinie folgen, um direkt auf die ehemalige Walch-Alm zu gelangen - ich jedoch behalte wieder etwas ungeduldig, der beginnende Durst bedrängt etwas meine Gedanken, die schräge Aufwärtsrichtung bei, und steige so westseitig an der ehem. Walch-Hütte bzw. Alm vorbei, um etwa bei 1520 m den Wandersteig zu treffen (ca. 14:45 Uhr). Hurra, der Perl-Steig ist geschafft im dritten Anlauf! :)
Die Zeit spendiere ich noch, um wieder zur noch heute offenen und mit hohem Gras bewachsenen Walch-Alm abzusteigen, ein Hüttenfundament ist nicht erkennbar, ich möchte aber nachsehen, ob dort die früher verzeichnete Quelle (Brunnen) "sprudelt". Wahrscheinlich zur Schneeschmelze gibt es dort einen kleinen Bach, doch heute ist nur oberhalb, zum Wandersteig hin, der Hang etwas feucht.

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Die ehem. Walch-Alm ist erreicht: Sie ist auch heute noch offenes Gelände, im Hintergrund sind die Teufelshörner zu erkennen (gleich geschafft: Im Wald rechts-oben verläuft der Wandersteig)

Dieses Mal entscheide ich mich, dem Wandersteig aufwärts zu folgen - ich erkenne meine Stelle oberhalb der "Roten Wand" wieder - um kann kurz vor dem Halsköpfl-Sattel etwas mühsam aus einer Felswand tropfendes Wasser einzufangen. Den Abstecher zum "Aussichtspunkt" Halsköpfl (1720 m) nehme ich noch mit, doch im Vergleich zu den Blicken aus der Walchhütten-Wand (bzw. dem Perl-Steig) ist er eher enttäuschend.
Danach geht es zum Glück nur noch abwärts, diesem markierten Steig zu folgen ist nach den Stunden im Steilgelände eine Wohltat, der fast verlandete Schwarzensee lädt zu keinem erfrischenden Bad ein, gleich nach der ehem. Sagereck-Alm erkenne ich im Vorbeieilen den Einstieg zu einem anderen "historischen Steig-Projekt", dann erfordert der steile und etwas feuchte Sagereck-Steig hinab zur Salet-Alm (610 m) noch einmal meine volle Konzentration.

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Rückweg "in der Zivilisation": Nach dem Halsköpfl (Sattel) führt der Wandersteig (über nagelneue Holzstege) am Schwarzensee vorbei - und ich bin immer noch angenehm NaturNah unterwegs... ;)

Fazit:
Es ist heute nachvollziehbar, dass mit der Aufgabe der Walch-Alm und der späteren Holzeinschlag-Zeit "in der Röth" der Perl-Steig seine Bedeutung verloren hat - und mangels direktem Ziel bzw. zweier guter Alternativen (Röthsteig und Sagerecksteig) von der DAV-Sektion oder dem Nationalpark auch nicht mehr erhalten wird. Dadurch steht er jedoch in seiner anspruchsvollen und ursprünglichen Form etwas abenteuer-affinen Bergsteigern zur Verfügung.
Möglicherweise hat sich im vergangenen Jahrzehnt der Verfall durch Sturmschäden weiter beschleunigt und damit bleibt auch ungewiss, ob dies im ganzen Zusammenhang, inklusive dem "Vergessen-werden", sein finales Ende sein wird. Oder es finden sich aus der jüngeren Generation "Nicht-Kletterer" (Routen-Schrauber) aus dem Berchtesgadener Land, die sich zumindest mit einer Handsäge ausgestattet dieser alten Route widmen wollen.
#26
So, nach diesen "Grundlagen" könnte nun eine detaillierte Routenbeschreibung des Perl-Steig's folgen, für all diejenigen, die sich vom Vorgenannten nicht haben abschrecken lassen und ernsthaft eine Begehung anstreben.
Dies ist jedoch durch die "Komplexität des Geländes" nicht einfach, da markante Referenzpunkte fehlen. Auch den Wunsch nach Fotos von den "Schlüsselstellen" kann ich nicht wirklich nachkommen, denn wenn ich ein zweidimensionales Bild mache, dann zeigt es nur einen kleinen Ausschnitt - und der ist mit individuellen Interpretationsmöglichkeiten des Betrachters oft auf mehrere Stellen der Route übertragbar. Dieses Erlebnis nur als 50:50-Option hatte ich diesen Frühsommer machen dürfen, als wir ein Bild interpretierend den Zustieg zu einer Kletterroute am Hohen Brett verwechselten (lästig, aber ungefährlich). Bei dieser aktuellsten Begehung habe ich auch die Stelle mit der zuletzt angedeuteten Verhauer-Möglichkeit nicht mehr gesehen, durch das nach zwei Wochen wieder etwas höher gewachsene Gras habe ich wohl mindestens einmal eine Alternativ-Möglichkeit erwischt.
Grundsätzlich läßt sich sagen, dass der Perl-Steig dem in den Karten angedeuteten Verlauf folgt, aber leider zu wenig begangen (und "gepflegt") wurde, als dass sich der Original-Verlauf noch eindeutig erkennen ließe. Mit einem guten Orientierungssinn ausgestattet, ist eine stete Aufmerksamkeit erforderlich, um kleine Anzeichen zu erkennen und diese mit Möglichkeiten des Geländes zu kombinieren - der Perl-Steig ist vergleichbar einem "Escape-Room" - und dies macht diese historische Route zusätzlich interessant.

Durch meine Vorkenntnis, dass der bewaldete Original-Einstieg des Perl-Steigs (derzeit) nicht mehr funktioniert, steige ich vom Obersee-Ufer (620 m, ca. 9:15 Uhr) direkt vor der Wandstelle des sog. Fischunkel-Almwegs den kleinen, baumbestandenen Schwemmkegel hoch, um in das Bett eines meist trockenen Grabens zu gelangen. In diesem kraxelt es sich recht gut nach oben, ich wähle diesmal die ausgewaschene, teils plattige Rinne linker Hand - der rechte Graben ist ziemlich begrünt - um knapp unterhalb des sich weiter aufsteilenden Geländes auf den historischen Steigverlauf zu gelangen.
Nach einer Grasschulter, auf der sich kürzlich zwei Bäume quergelegt haben, zieht der Steig alsbald in das Steilgelände hinein, um darin an der "Graffiti-Wand" vorbei die natürlichen Absätze der unteren Walchhütten-Wand in einem unsymmetrischen Zick-Zack-Verlauf zu nutzen. Spätestens an dieser Stelle (bis T5) sollte die bewußte Entscheidung getroffen werden für ein "sicheres" Umkehren - oder aber, im Rahmen einer ehrlichen Selbsteinschätzung, diesem wilden "Steig" - es ist vielmehr eine schwer zu findende Route(!) über 900 (Walch-Alm) - 1000 (Rotofen) Höhenmeter (überwiegend T5 bei optimaler Routenwahl) - wirklich gewachsen zu sein.

Denn danach geht es im Steilgras-Gelände ernsthaft zur Sache, sämtliche bergsteigerischen Fähigkeiten, angefangen von Aufmerksamkeit über Orientierungsvermögen, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit bis hin zu Zuversicht werden gefordert. Es gibt wiederholt kürzere Abschnitte, an denen durch (kleine) Trittstufen im Fels, alte abgeschnittene Aststumpen, kleine Stoamandl oder eine deutlichere Spur eine Rückbestätigung zum Routen-Verlauf gegeben wird. Dazwischen sind dann längere Passagen, in denen vor allem bei höherem Grasbewuchs die Spur weniger gut sichtbar ist oder sogar durch einkreuzende Gamswechsel eine Entscheidung "rechts-oder-links" zu treffen ist. Dass ich hier nun zwei Wochen später erneut meine Schwierigkeiten und offenbar sogar eine der wenigen "Alternativmöglichkeiten" erwischt habe, betätigt den Anspruch dieser Tour.

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Der Obersee (fast) in seiner ganzen Pracht: Durch die Sommerhitze wirkt es etwa so, wie dem Esel eine Karotte (an der Schnur) vor die Nase zu halten... PS: Wenn die Spur nur überall so schön sichtbar wäre...

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Blick von etwas weiter oben nach gegenüber: Hat diese Wand auch einen Namen? Ist wahrscheinlich noch nie durchstiegen worden...

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Am Beginn eines steilen Grabens öffnet sich der Blick hinunter auf die Fischunkel-Alm. Es ist um die Mittagszeit und dort unten gäbe es leckeres zu Essen und zu Trinken...

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So markant wie ein roter Punkt: Inzwischen war viel Orientierung im Steilgras nötig, aber solch ein "Zeichen" freut ungemein, hier war also schon mal jemand...

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Sind die Trittstufen gut zu erkennen? Für das Foto habe ich die untere extra vom Laub gesäubert. So könnte es gerne weitergehen... (es folgen aber noch viele Höhenmeter mit Verhauer-Optionen - kaum zu glauben...)

Wie zuvor beschrieben, und immer wieder trinkend die phantastische Aussicht betrachtend, habe ich mich auf etwa 1300 m hinauf gearbeitet (ca. 11:45 Uhr), an dem mich ein Spur-Ansatz (ggfs. Stoamandl) von links bzw. ostseitig an den nun markanten Graben herangeführt hat, den ich vor zwei Wochen etwas höher (Trinkwasser-Faden) gequert hatte, um westseitig von ihm weiter durch die Botanik zur "Roten Wand" (von mir so bezeichnet) hinauf zu steigen. An dieser ostseitig vorbei gelangt man dann relativ einfach im Bereich des "Rotofen" (vgl. ältere Karte) auf den Wandersteig.
Ob diese Stelle, es ist eine kleine, grasbewachsene Schulter, im früheren Steig-Verlauf auch erreicht wurde, oder diese bereits vorher nach links / in östliche Richtung aufwärts geführt war, bleibt unerforscht im Raum stehen. Für heute ist es jedenfalls ein guter Referenzpunkt, von dem aus sich die "historische Ausstiegsroute" gut beschreiben läßt.
#27
#sorry# Der Text ist wieder mal vor den Bildern fertig - die Fotos muß ich später einarbeiten... :-[
(Aufteilung in drei Antwort-Beiträge, da innerhalb nur max. fünf Bilder möglich sind)

Der Hinweis von @Bergler #danke1# auf die noch ältere Darstellung ("Skizze") des Perl-Steig's in der BayernAtlas-Ebene "Historische Karte" hat nicht nur dazu beigetragen, dass ich kurzentschlossen erneut an den Königssee gefahren bin, sondern auch, dass ich beim Ausprobieren der östlich nächstgelegenen "Durchstiegs-Möglichkeit" keinen weiteren Verhauer gemacht habe. Dazu später an entsprechender Stelle mehr.
#gruebeln# Doch nun wundert es mich heute zusätzlich, warum genau dieser (rel. einfache und damit wichtige!) Ost-Schlenk in den beiden Ausgaben der nachfolgenden "Zeitreise-Karten" ausgespart wurde, zumal der obere Abschnitt im Gelände vergleichsweise "harmlos" ist, denn überspitzt ausgedrückt hätte man "Hannibals Elefanten" dort hinauf gebracht...

Dieser (Erlebnis)Bericht soll niemanden dazu animieren, leichtfertig via dem sehr anspruchsvollen Perl-Steig in die Walchhütten-Wand einzusteigen, sondern den aktuellen Zustand dokumentieren und aufzeigen, dass für ausreichend geübte Bergsteiger dort eine interessante Tour mit "Abenteuer-Charakter" wartet - "nur Klettern ist schöner". ;)
Dieser Aufstieg erfordert, sich intensiv mit der Route auseinander zu setzen, sowohl bei der Vorbereitung, als auch später im Gelände selbst, um dort gut und sicher durchzukommen.

Im optimalen Verlauf, der heute (leider) nicht mehr offensichtlich ist und stets gesucht werden muß, sind geübte "T5-Fähigkeiten" obligatorisch. Die größte Gelände-Steilheit wird in der unteren Hälfte überwunden - dies ist auch der entscheidende Punkt, diese Route ausschließlich bei trockenen Bedingungen im Aufstieg zu bewältigen. Somit wird jedoch irgendwo mittendrin ein Abbruch und Umkehren schwierig, die "Flucht nach oben" ist irgendwann "naheliegender".
Die "Länge" des Durchstiegs (ca. 900 Höhenmeter (zur Walch-Alm) - 1000 Hm (Rotofen)), d.h. die benötigte Zeit im komplizierten Gelände (überwiegend T5 bei optimaler Routenwahl), fehlender Trinkwasser-Nachschub und vor allem die "kurzsichtige" visuelle(!) Orientierung sind keinesfalls zu unterschätzen.

Es hat heute tolle technische Möglichkeiten hinsichtlich der Orientierung, die uns einerseits eine "Horizont-Erweiterung" ermöglichen, aber andererseits auch "neue Gefahren" bergen: In einem engen Tal mit hohen Felswänden herum funktioniert durch Abschattung von Satelliten und durch Reflexion der Signale eine GPS-Ermittlung praktisch nicht zuverlässig bzw. nur mit größeren, sich stets verändernden Abweichungen. Dies gilt geräteabhängig sowohl bei einer Spur-Aufzeichnung, als auch bei jeder späteren Navigation: Sich "orientierungslos" an irgendeinen Track "zu klammern", in der Vorstellung das technische Gerät muß es richtig machen, kann schnell zu einer Fehl-Entscheidung mit einem gefährlichen Gelände-Verhauer führen.
Aus meiner Sicht ist eine GPS-Verwendung dort vergleichsweise so ungenau, wie die dortige Gelände-Struktur in den Zeitreise-Karten bis 1966 dargestellt ist. Heute müssen dort die selben Orientierungs-Fähigkeiten angewandt werden, wie vor einigen Jahrhunderten, als solche Durchstiege "von wilden Jungs" ausprobiert und gefunden wurden.

Der beste Zeitraum für die "Begehung" solcher anspruchsvollen und aufgelassenen bzw. verfallenen Steige ist das späte Frühjahr mit noch niedrigem Pflanzenwuchs. Mitte Juni bis Mitte Juli ist insbesondere das (Steil)Gras so stark gewachsen, dass es wichtige Spur-Ansätze verdecken kann, später als Mitte Juli sehe ich für eine unbekannte, individuelle "Routen-Erstbegehung" eigentlich als zu spät an.

Als durchaus ratsame Empfehlung wäre anzuregen, sich vorab an den kürzeren und ähnlich anspruchsvollen Routen in der Umgebung auszuprobieren, wie dem ehem. Holzknechte-Steig über dem Königssee-Westufer (am Schrainbach-Graben, ca. 350 Höhenmeter, bis zu T5 bei optimaler Routenwahl) und dem ehem. Holzknechte-Steig über dem Eisbach (am Burgstall-Graben, ca. 650 Höhenmeter, bis zu T5 bei optimaler Routenwahl), letzteren hatte ich auch erst im zweiten Anlauf "geschafft". Anschließend ist für beide Routen noch der südseitige Abstieg via dem ehem. Holzknechte-Steig (Burgstall-Steig, T3) hinab zum Schrainbach zu finden (Stoamandl).
Für den Perl-Steig bietet sich, idealerweise trifft man wie früher bei der ehem. Walch-(Hütten)Alm auf den Wandersteig, der Abstieg an der entfernten Wasseralm vorbei (Trinkwasserbrunnen bei der Hütte am Abzweig) via dem Röthsteig (T3 mit Stellen T4) an. Allerdings heizt sich dort die steile Westflanke in der Nachmittagssonne zu "Saunabedingungen" auf. Alternativ könnte auch, nach einem weiteren Aufstieg am Halsköpfl vorbei (tropfendes Trinkwasser kurz vorher), der Sagerecksteig (T3 mit Stellen T4) eine schattige Abstiegsmöglichkeit darstellen. Beide Steige haben bis heute überdauert, sind gepflegt und viele eingebaute Eisenklammern und Stahlseile entschärfen die sonst schwierigen Stellen.

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Nach der Gras-Schulter über dem Obersee (und dem Wanderweg) der Perl-Steig im Rückblick: Ein kleiner "Balkon" im Steilgelände lädt zu einer kurzen Rast ein.

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Der linke Teil der "Graffiti-Wand": Der Fels-Sims ist hier etwa einen Meter breit, "nutzbar" sind aber nur die mittleren 20 Zentimeter...

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Detail aus der "Graffiti-Wand": War dort tatsächlich ein Hans (mit Hammer und Meißel) im Jahr 1580 unterwegs?

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Etwas oberhalb ist der Perl-Steig noch gut zu erkennen, auch einige Trittstufen wurden heraus gearbeitet.

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Irgendwo mitten in der Walchhütten-Wand (Vormittag): Der Ausblick kann sich auch heute sehen lassen.
#28
Zitat von: StolServus zusammen,

ich bin Anfang August für 2 Wochen im Berchtesgadener Land und strebe verschiedene Tagestouren an.
...
Im Normalfall bin ich meist alleine unterwegs.
Aber würde mich über nette Begleitung sehr freuen.

Gruß Stol
Zitat von: geroldh#hallo#  Servus @Stol,
...
Für dieses Jahr hast du aber auch interessante Pläne - ... ein gewisses Interesse, da mir bisher noch nicht bekannt...

#schwitz#  Servus Stol, #guteidee#

sofern du ohne einloggen mitliest - bitte melde dich mal - s. meine PN vom 11.07.2026

#vielspass# oder #bisbald#
#29
Wer mehr und sehr ausführliche Informationen zu diesen beiden Wanderungen wünscht, wird hier auf Brombas Berge fündig:

Mastaun-Alm
Lazaun-Hochmoor

#danke1#
#30
Neu in der roBerge-Tourendatenbank:

Die Mountainbike-/E-Bike-Auffahrt zur Steiner Alm unter dem Hochstaufen.
Es gibt mehrere Mountainbike Varianten, die zur Steiner Alm führen. Die hier vorgestellte ist überwiegend schattig und somit bestens für heiße Sommertage geeignet.
In Kürze folgt auf roBerge.de der Aufstieg für Wanderer zur Steiner Alm

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