Einen Text hab' ich, aber (dokumentierende) Fotos muß ich (irgendwann?) nachträglich noch "einkleben"...
angekündigt ist.
Die Intention hierzu kam als Recherche-Folge von einer "Fundsache" im Netz, deren (historischer) Inhalt mich angesprochen hat, die mir aber bisher "irgendwie verborgen" blieb:
Andere natur-sensible Örtlichkeiten werden im übrigen mit Infrarot-Zählanlagen "überwacht", die "getarnt" seitlich von Trittpfaden, z.B. zu "Badeplätzen" auf Bartholomä, angebracht sind. Damit sollen ergänzend zu den sichtbaren Trampelpfaden weitere Hinweise zur Besucheranzahl gewonnen werden.
Das "digitale" Besuchermanagement (Tourentipps), bzw. die "digitale Wissensvermittlung" an Interessierte, dürfte hoffentlich von allen Beteiligten mit Augenmaß angewandt werden - und vmtl. als "Graubereich" (= hohe "Eigenverantwortung"?, Toleranz?) könnte die Frage zu sehen sein, ob es (heute und morgen) ein traditionelles, durchaus "naturverträgliches Bergsteigen im Nationalpark"
, d.h. auch abseits der sog. "offiziellen Routen", geben darf...
Die Ursprünge des Nationalpark Berchtesgaden wurden im Jahr 1910 gelegt, gefolgt von einer Erweiterung im Jahr 1921 und der eigentlichen "Fixierung" im Sommer 1978. Davor wurde das gesamte Gebiet, wie anderswo in den Alpen auch, entsprechend landwirtschaftlich und holzwirtschaftlich genutzt. Ein Teil des heutigen Wegenetzes ist auf alte (Viehtrieb-)Pfade und (Holzknechte-)Steige zurückzuführen, die später überwiegend vom Alpenverein (Gründung 1869) in seinen jungen Jahren ausgebaut und (wo erforderlich und sinnvoll) ergänzt wurden. Eine dieser Wege-Ergänzungen führt direkt unter dem alten "Trockenen Holzsturz" - vergleichbar dem Felssturz am Koenigssee (Sonntag-Mittag, 14. Aug. 2011) - am Fuße des Burgstalls vorbei (Verbindung Bartholomä - Schrainbach). Vielleicht hatten zuvor die Holzknechte eine anspruchsvolle Möglichkeit gefunden, an der dort etwas steiler ins Wasser abfallenden Felswand vorbei zu gelangen, doch für die allgemeine, pilgernde und wandernde Bevölkerung war sie sicher nicht geeignet, wie ich aus folgender Begebenheit zu interpretieren glaube:
Eine Info ("Update") an alle, die sich für den (ur*)alten Perl-Steig durch die breite Walchhüttenwand über dem Obersee interessieren:
Mein Tipp: Diesen Aufstieg besser NICHT als Hütten-Zustieg benutzen, es handelt sich NICHT um einen durchgängigen Steig. Bitte diese Route NICHT unterschätzen, sondern allenfalls als eigenes Tages-Projekt planen! Bei Nässe ohnehin ein "No-Go", ist ein Umdrehen auch bei Trockenheit aufgrund des steilen (ungesicherten) Geländes (überwiegend T5!) eine alpine Herausforderung (definitiv schwieriger als "meine Pendling-Ostwand", überw. T4). Mit einer Hüttenbuchung (oder einem Gewitter) "im Nacken" ist der Druck "durchkommen zu müssen" viel größer, aber auch die Tagestour kennt ein "Zeitlimit"...
Na toll - und in gewisser Weise scheint der (individuelle) "Point-of-no-Return" gefühlt irgendwo viel tiefer unten zu liegen...
Doch über mir steilt sich das Gelände als grünes Felsband und unübersichtlich auf, es wird meiner Meinung nach in der Karte durch die Höhenlinien bzw. Reliefzeichnung nicht aussagekräftig genug dargestellt, eine Routenkenntnis wäre nun wirklich hilfreich. Mein Eindruck ist, nach links-oben eher in einen Trichter bzw. Sackgasse hinein zu steigen und dort ggfs. umkehren zu müssen, um dann einen zweiten Versuch angehen zu dürfen. Könnte es sein, dass die "Original-Route" hier vielleicht das Hindernis rechts ausholend umgeht? Auch der aufkommende Durst beeinflußt meine Entscheidung dahingehend, es 50:50-Joker-mäßig direkter nach oben, leicht nach rechts zu einem Graben ausweichend zu versuchen.
Das Gelände ist dort definitiv sehr anspruchsvoll und nur für die wenigsten Bergler geeignet - ungesicherte Kraxelfähigkeiten im T6- bzw. UIAA II-Bereich (der Reserve wegen) sollten daher bereits zur Übung gehören. Diesen steilen Steig zu pflegen dürfte sehr aufwendig sein - und auch nicht ungefährlich, u.a. verläuft genau unterhalb der Touristen-"Wanderweg" - so dass "mit der Einrichtung des Nationalparks" dessen Aufgabe verständlich ist. Eine Pflege würde auch einen offizielleren Charakter bedeuten - gerade ohne verbaute Seilsicherungen hat er aber seinen ursprünglichen Reiz - und damit sicher in der Folge mehr Leute anziehen, die den gegebenen Bedingungen nicht gewachsen wären. Ein möglicher Rettungseinsatz wäre eigentlich nur mit der "Longline" aus der Luft praktikabel...

ZitatNach dem ... Felssturz im vergangenen Jahr (5. Aug. 2025) ist der neue Steig im hinteren Wimbachtal zum Trischübel-Pass schneller fertiggestellt worden als geplant. Wanderer können den anspruchsvollen Pfad im Nationalpark Berchtesgaden ab sofort begehen.
...Auf rund 600 Metern Länge überwindet der neue Steig gut 200 Höhenmeter. Dabei wurden 25 Meter Stahlseil und zehn Trittbügel verbaut. ...
Für die Tourenplanung ist wichtig: Der neue Weg bleibt, wie schon der alte Steig, insgesamt als ,,roter" und damit ,,mittelschwerer" Steig eingestuft. Dennoch weist er abschnittsweise Schwierigkeiten auf. So müssen Wanderer im oberen Teil eine drahtseilversicherte und absturzgefährdete Steilstufe durchsteigen. ...