Klettersteig auf die Steinplatte
Die Sonnenwendwand ist ein langgezogener Bergzug, welcher von Lofer bis Reit im Winkl verläuft. Bis nach Waidring bildet er steile Wände. Oberhalb von Waidring befindet sich sein höchster Gipfel, die Steinplatte. Interessant ist, dass mit Ausnahme der Steinplatte alle weiteren Gipfel, die ebenfalls steile Wände vorweisen, nicht durch Wege oder Steige erschlossen sind.
GPS-Wegpunkt:
N47 36.815 E12 33.519 zu Google Maps
Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Bahn bis Bahnhof St. Johann in Tirol, weiter mit Bus St. Johann - Waidring. Mit der Bahn hinauf zum Gasthaus Steinplatte.
Mit dem Pkw:
Ohne Vignette über A8 - Autobahn München - Oberaudorf -Kössen - Erpfendorf - Waidring. Dort, wo rechts der Weg ins Zentrum von Waidring abzweigt, verlässt man links (nördlich) den Weg zum Gasthof Steinplatte. Über die Mautstraße in mehreren Kehren bis zum Parkplatz beim Gasthof Steinplatte auf ca. 1380 m Höhe.
Alternativ kann man auch mit der Seilbahn auf die Steinplatte fahren. Dazu stellt man das Auto am besten bei dem Parkplatz der Bahn für Skifahrer ab.
Tourenplaner / Online-Fahrpläne:
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Die Mautstraße hoch zum Gasthof Steinplatte (8 Euro für Pkw ... oder mit dem MTB), oder zu Fuß auf einem Forstweg, der bei der Mautstelle rechts abzweigt.
Von der Bergstation zum Berghaus Kammerkör und dann in Richtung Felsabsturz am Büro der Bergwacht vorbei.
Oder vom Parkplatz der Forststraße folgen bis zur Stallenalm. Dort rechts halten. Nach einer Gesamtgehzeit von ca. 20 Minuten gabelt sich die Straße - hier muss man einige Meter bergab gehen, unter der Seilbahn hindurch und kurz darauf links der Abzweigung zum Klettersteig folgen. Die nächsten 30 Minuten verlaufen nun auf einem sehr steilen Steig durch eine urweltliche Landschaft aus Felsbrocken und umgestürzten Bäumen bis kurz vor der Felswand. Hier gabelt sich der Weg, links geht es zu einigen Kletterrouten, rechts zum Klettersteig, der nach wenigen Minuten bei einem markanten Felsblock erreicht wird.
Hier befindet sich ein Hinweisschild zum Einstieg des Gamssteigs.
Jetzt folgt der eigentliche Klettersteig. Nach dem teilweise senkrechten Einstieg über einige Eisenbügel (B/C) wird ein Kamin durchquert, die Himmelsleiter. Nach einigen leichteren Stellen ein Felsblock, den man entweder links (B/C, die alte, einfache Route) oder rechts (C/D) umgehen kann. Der rechte Teil ist der Knieschläderer. Dieser kommt nach Umgehung des Felsblocks über eine Seilbrücke wieder mit dem Normalweg zusammen. Gleich danach kommt nochmals eine fast senkrechte Stelle, die aufgrund der teilweise fehlenden Klammern die Schwierigkeit C aufweist. danach wieder leichter zum Ausstieg beim Vorgipfel.
Am Ende des Klettersteigs entweder noch zum Hauptgipfel (ca. 10 Min. entfernt) oder direkt über die Forststraße zurück zum Ausgangspunkt. Die Almwiesen sind immer wieder stark erosionsgefährdet, deshalb keine Abkürzer über die Weiden nehmen.
Die Steinplatte ist wie viele andere Gebirgszüge der Alpen ein Korallenriff, aber das einzige Trockenriff Europas. Millionen von kalkabscheidenden Organismen fällten den Kalk, und so entstand ein riesiges Korallenriff. Davon zeugen die Korallen, die als Versteinerung am Gipfel betrachtet werden können.
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