Für konditionsstarke Biker zu einem herrlich gelegenen Bergsee
Der schöne, idyllisch gelegene Soinsee ist für Wanderer gut, für Mountainbiker schwer zu erreichen. Das liegt nicht am Wegezustand - der ist in Ordnung: Es gibt keine Wurzen oder groben Steine auf der breiten Forststraße. Die Schwierigkeit ist vielmehr die knackige Steigung bis knapp unter 30 Prozent auf den letzten 100 Höhenmetern. Absteigen und schieben ist hier keine Schande! An dem Bergsee angekommen, lockt im Hochsommer ein frisches Bad (so wie auch der Bär Bruno am 24.6.2006). Wer bis zum Ende der Forststraße radelt, kann sich bei der Großtiefentalalm stärken. Bitte Brotzeit mit nehmen, da die Alm nicht offiziell bewirtschaftet ist. Wer als Wanderer den See erreichen will, kann seine Tour auf schönem Steig beim Wanderparkplatz „Sillberghaus“ oder „Beim schweren Gatter“ beginnen.
GPS-Wegpunkt:
N47 41.269 E11 58.790 zu Google Maps
Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Öffentliche Verkehrsmittel (Bahn) bis nach Bayrischzell
Mit dem Pkw:
Von Rosenheim: Über Bad Feilnbach - Fischbau - Aurach Richtung Bayrischzell
Von der Inntalautobahn: Ausfahrt Kufstein, über Thiersee und Landl nach Osterhofen
Von München: Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Irschenberg oder Weyarn, Landstraße nach Bayrischzell - Osterhofen
Tourenplaner / Online-Fahrpläne:
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Direkt gegenüber vom Parkplatz der Wendelsteinbahn gelangen wir zu einer Brücke ("Klarermühl"). Direkt nach der Brücke biegen wir links in den kleinen Fußweg ein. Wir fahren ca. 500 Meter an der Leitzach entlang, bis wir auf eine Straße treffen. Rechts ein schöner Blick auf den Hochmiesing. Hier halten wir uns rechts und umfahren nach 150 Metern das Gehöft "Klarer" links. Bei den folgenden Wegekreuzungen halten wir die Grundrichtung (genau nach Süden) bei und folgen immer den Wegweisern zur Rotwand. Die Abzweigung zur Niederhoferalm lassen wir links liegen. Bei der darauffolgenden Wegekreuzung (Mieseben) halten wir uns zweimal links. Nun befinden wir uns auf dem Hauptweg, der ohne weitere Kreuzungen bis zu unserem Ziel führt. Zuerst müssen wir die nächsten 260 Höhenmeter stark ansteigend durch einen schattigen Wald fahren, dann öffnet sich das Gelände zu einer Lichtung und wir erblicken weit über uns die zackigen Ruchenköpfe. Über zwei Serpentinen erreichen wir die idyllisch gelegene Schellenbergalm, wo wir eine kleine Trinkpause einnehmen können. Dann wird es sehr steil: es sind zwar nur noch ca. 100 Höhenmeter bis zum Soinsee, diese haben es aber in sich. Stehenbleiben, schieben, verschnaufen - alles ist gestattet. Nach einer Rechtskurve liegt dann plötzlich der herrlich gelegene Soinsee vor uns, dahinter türmen sich die Ruchenköpfe auf. Nach einer Foto- oder auch Badepause folgen wir dem Forstweg entlang des Ufers, fahren noch einmal wenige Höhenmeter bergauf und erblicken dann auch schon in der Ferne die Großtiefentalalm. Wir erreichen sie locker in wenigen Minuten. Einkehren kann man hier nicht, aber wir finden hier genügend Plätze, um unsere Brotzeit auszupacken.
Die Abfahrt erfolgt auf dem selben Weg, wobei wir auf der Steilstrecke zwischen dem See und der Schellenbergalm äußerste Vorsicht walten lassen müssen. Insbesondere müssen wir auch auf Wanderer achten.
Der Soinsee liegt auf 1458 m. Er wurde geologisch durch einen von Gletschereis geformten Hochkessel geschaffen und weist keine oberirdischen Abflüsse auf. Er ist bis zu 9,5 Meter tief und ca. 5 Monate im Jahr zugefroren. Bis auf die für den normalen Verkehr gesperrte Forststraße nur über Wanderweg zu erreichen. In dem kleinen Gebirgssee leben auch Saiblinge. Vor vielen Jahren wurde hier auch die Regenbogenforelle entdeckt. Jetzt jedoch scheint sie hier nicht mehr zu leben. Dafür hatte Braunbär Bruno alias "JJ1" im Juni 2006 hier einmal ein erfrischendes Bad genommen, bevor ihn zwei Tage später in der Nähe des Rotwandhauses sein Schicksal ereilte.
Moser Bike Guide Band 1 - Tegernsee, Schliersee, Walchensee
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