Ruhige Mountainbikerunde zwischen Hochgern und Hochfelln
Die in den ersten zwei Dritteln einsame Runde führt uns rund um das Wildschutzgebiet Gründberg. Größtenteils durchfahren wir auf breiten Schotterwegen schattige Mischwälder, gerade an heißen Sommertagen eine angenehme Tour. Mit dem stillen Eschelmoos zwischen Hochgern und Hochfelln und dem Naturschutzgebiet Röthelmoos unterhalb der Hörndlwand werden zwei malerische Hochalmen erreicht. Während das Eschelmoos wenig frequentiert und unbewirtschaftet ist, bildet das gut frequentierte Röthelmoos mit seinen zwei Einkehrmöglichkeiten nach der Abfahrt einen kulinarischen Abschluss der Tour.
GPS-Wegpunkt:
N47 44.274 E12 36.131 zu Google Maps
Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Vom Bahnhof Ruhpolding fährt eine Buslinie bis zum Wanderparkplatz (Haltstelle "Brand").
Mit dem Pkw:
Autobahn A8 München -Salzburg bis zur Ausfahrt 112 "Traunstein-Siegsdorf". Von dort auf der ST2098 im Kreisverkehr rechts bis nach Ruhpolding und den Wegweisern zum Märchenpark / Freizeitpark folgen. Der Parkplatz befindet sich ca. 700m nach dem Freizeitpark auf der linken Straßenseite.
Tourenplaner / Online-Fahrpläne:
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Vom Parkplatz aus folgen wir der Straße nach Süden, wobei wir den rechts abzweigenden Weg nach Gruttau nicht beachten. Nur leicht ansteigend, fahren wir entlang der plätschernden Urschlauer Achen. Nach 800 Metern und einem kurzen Anstieg zweigen wir rechts nach Gruttau ab und bleiben auf der Straße bis diese endet. Hier beginnt der steilste Aufstieg unserer Tour, Absteigen ist keine Schande, ein Schild weist außerdem auf eine Schiebestrecke hin. Erst nach zwei Kilometern leitet uns die Forststraße wieder über flacheres Gelände. Nach einem weiteren Kilometer zweigt rechts der Weg zur Haaralm ab, den wir aber nicht nehmen. Stattdessen rollen wir kurz bergab zur nächsten Gabelung, bei der wir uns rechts halten. Teils eben und teils nur leicht ansteigend, durchfahren wir längere Zeit und wenig spektakulär den Mischwald, bis wir den ersten Höhepunkt vor uns sehen, das Eschelmoos mit seinen weiten Almwiesen. Am Waldrand steht die Eschelmoos-Diensthütte, darunter kommen ziemlich in der Mitte des Almgebietes mehrere Wege zusammen. Hier biegen wir scharf links ab und verlassen wieder das Hochtal. Noch einmal kurz ansteigend, erreichen wir bald mit 1090 m den höchsten Punkt unserer Tour. Wir fahren nun westlich des tief eingeschnittene Tals der Urschlauer Achen dem Röthelmoos entgegen, müssen aber zuvor noch einmal bei einem Graben einen Zwischenanstieg bewältigen. Den Gurnwandkopf und die Hörndlwand vor Augen, beginnt danach die endgültige, rauschende Abfahrt. Mehrere links und rechts abzweigende Wege beachten wir nicht und bleiben immer auf dem Hauptweg. Wenige Meter nach der Einfahrt in das Röthelmoos können wir bei einer Wegekreuzung rechts zur Langerbaueralm oder links zur Dandlalm abbiegen - beide bieten uns leckere Schmankerl an.
Für den Rückweg fahren wir zuerst wieder zur Wegekreuzung und nach Norden wieder aus dem Tal heraus. Dort, wo von links unsere Einfahrt einmündet, fahren wir weiter geradeaus und rollen nun gemütlich zurück Richtung Brand. Vorher können wir in den Genuss eines wunderschönen, einfachen Waldtrails kommen, indem wir zwischen den Gebäuden von Gruttau links abbiegen. Alternativ bleiben wir auf der Hauptstraße. Beide Wege kommen weiter unten wieder zusammen und führen bald zu unserem Ausgangspunkt.
Die Röthelmoosalm ist ein als "Röthelmoos" eingetragenes Geotop. Es liegt in der Mitte eines weiten Karbodens und ist Bestandteil des wesentlich größeren Naturschutz-, Vogelschutz- und FFH-Gebiets "Östliche Chiemgauer Alpen". Dieses besteht seit 1954 und umschließt die Bergstöcke Sonntagshorn, Dürrnbachhorn, Gurnwandkopf, Rauschberg und Inzeller Kienberg.
Leider ist die artenreiche Flora und Fauna des Hochmoores durch den hohen Rinderbestand der nahen Almen gefährdet. Zudem ist durch die Forststraße, die mitten durch den westlichen Bereich führt, der Wasserhaushalt arg gelitten. Um dem hochsensiblen Moor keinen weiteren Schaden zuzufügen, soll man die Straße nicht verlassen.
Auf den Streuwiesen des Hochmoores mit seinem typischen Latschenbewuchs treffen wir teils seltene Blumen wie Knabenkraut, Frühlingsknotenblume, Fieberklee, Mehlprimel, Knabenkraut, Fieberklee und Trollblume an. Typische Wildtiere sind Steinadler, Auer-, Birk- und Haselhuhn, Sperlingskauz, Raufußkauz, Dreizehenspecht, Weißrückenspecht, Mauerläufer, Graureiher, Rothirsche, Gämsen, Schneehasen.
Die alte Röthelmoosklause am nördlichen Ende wurde bereits im 17. Jahrhundert bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zur Holztrift verwendet. Sie wird vom Röthelmoosbach gespeist, der von Süden her durch die Almfläche fließt. Das Wasserwurde bei der Klause aufgestaut, um das Holz für die Saline in Traunstein ins Tal zu triften.
Blumen: Knabenkraut, Fieberklee, Mehlpriemel, Trollblumen.
Tiere: Rothirsche, Gämsen, Schneehasen und viele Vogelarten
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