Kammüberschreitung in den Tegernseer Bergen
Die Blauberge gehören zu den Tegernseer Bergen und liegen etwas mehr als 10km südlich des Tegernsees. In W/O Richtung verläuft der Blauberggrat, mit der höchsten Erhebung der Haslerspitze (1862m). Ein markierter Weg führt über diesen Grat, der allerdings, v.a. wegen der Länge der Tour nicht unterschätzt werden soll.
GPS-Wegpunkt:
N47 37.356 E11 44.074 zu Google Maps
Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Die Eisenbahn fährt bis zum Bahnhof Tegernsee. Von dort aus fährt der RVO-Bus 9556 über Kreuth Richtung Achensee. Ausstieg direkt an der Haltestelle Siebenhütten.
Mit dem Pkw:
Wir fahren auf der Autobahn A8 München-Salzburg, Ausfahrt Holzkirchen oder Irschenberg, über Tegernsee auf der B307 in Richtung Achenpass. Der Parkplatz befindet sich rechterhand ca. 800 m nach Wildbad Kreuth.
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Wir starten am gebührenpflichtigen Parkplatz Siebenhütten kurz hinter Wildbad Kreuth. Von hier geht es auf einem gemütlichen Wanderweg zu den Siebenhüttenalmen (ca. 30 min). Diese lassen wir aber links liegen und folgen dem Bachverlauf der Felsweißach Richtung Wolfsschlucht (964m). Jetzt wird es zunehmend steiler und es heißt aufpassen und konzentriert steigen. An manchen Stellen helfen ein paar Seilversicherungen weiter. Dann kommt man zu einem Sattel zwischen Predigtstein (wird oft auch als Predigtstuhl bezeichnet) und Schildenstein. Von hier sind es nur noch weniger als 30min zur Blaubergalm (1552m, privat). Hier erblicken wir dominant den Guffert. Wenn die Alm bewirtet ist, sollten wir hier eine kleine Pause einlegen und etwas für das Flüssigkeitsdefizit tun!
Jetzt folgt der etwa 4km lange Blauberggrat. Und den sollten wir intensiv genießen. Die Tegernseer Berge lassen sich leicht identifizieren. Ganz in der ferne erkennen wir, bei schönem Wetter die Tauern. Wir kommen über die sog. Wichtlplatte (1766m) zur Blaubergschneid (1787m), zum Blaubergkopf (1787m) und erreichen über die Karspitze (1800m) schließlich unseren höchsten Punkt, die Halserspitze (1862m). Hier ist erstmal nach ca. 4h eine Pause angesagt. Die Brotzeit schmeckt, die Aussicht ist großartig!
Jetzt geht es ein Stück zurück, ein Wegweißer Siebenhütten 2,5h hilft. Es geht recht es steil bergab, wir queren den Nordausläufer der Halserspitze, ein Schrofenkar wir mit Unterstützung einer Seilversicherung gequert. Dann kommen wir am verfallenen Stangenhäusl vorbei, bleiben immer auf dem Wegerl, links der Weißenbachkopf, rechts der Zwieselberg. Weiter kommen wir zur Wenigberghütte und dann ins Hohlensteintal. Von hier ist es nicht mehr weit zu den Almen von Siebenhütten. Jetzt haben wir einen großen Schluck verdient und können nochmals über unsere Runde nachdenken.
Die letzten Meter zum Parkplatz, mit inzwischen müden Beinen, haben wir jetzt auch bald hinter uns, alles gut gegangen. Eine anspruchsvolle aber sehr schöne Rundtour.
Alpenvereinskarte BY14
Mangfallgebirge Süd: Guffert, Unnütz, Juifen
von Alpenverein
Faszination Alpenpanorama
Gipfelbestimmung von Münchner Hausbergen und markanten Aussichtspunkten im Alpenvorland
von Reimer, Michael