Vom Geheimtipp zum Modeberg für Schneeschuhwanderer
Selbstverständlich war der Gilfert schon immer ein klassisches Ziel für Skitouren. Doch seitdem das Schneeschuhwandern enorm an Popularität gewonnen hat, hat auch diese Sportart den Berg erobert. Die Schneesicherheit aufgrund der hohen Ausgangslage, fehlende Steilhänge (unter 30 Grad) und nahezu fehlende Hangquerungen haben hierzu genauso beigetragen wie die herrliche Fernsicht in alle Richtungen.
Oft wird der Gilfert auch über die Skipiste ab Hochfügen bestiegen, hier stellen wir den längeren Anstieg ab Innerst vor.
GPS-Wegpunkt:
N47 15.772 E11 41.753 zu Google Maps
Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Bahn zum Bahnhof Schwaz oder Terfens/Weer. Von dort mit dem Bus bis nach Weerberg/Innerst. Ab Innerst zu Fuß.
Mit dem Pkw:
Inntalautobahn Ausfahrt Vomp (übernächste Ausfahrt nach Zillertal), von dort über Pill nach Weerberg, in Weerberg immer auf der Hauptstraße bleiben, einmal bei einer Abzweigung links Richtung Innerst, am Ende der Straße erreicht man den großen Wanderparkplatz beim Gasthof im Weiler Innerst. Meist gebührenpflichtig.
Achtung: Im Winter oft Kettenpflicht.
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Aufstieg:
Gleich zu Beginn darf man nicht den falschen Weg wählen. Rechts des Gasthauses Innerst beginnt der Weg zur Weidener Hütte (Nafing-Alm), der Aufstieg zum Gilfert beginnt jedoch an der linken Seite des Parkplatzes. Falls eine Skispur vorhanden, kann man auf den Hang direkt über dem Parkplatz hinauf gehen. Oben erreicht man (bei beiden Beginn-Varianten) eine Forststraße, in die man rechts einbiegt. Man folgt dem Hauptweg, der gleichmäßig ansteigend durch das Nurpenstal verläuft. In einer Lichtung bei dem Schild "Hausstatt -Langbrückenweg - Nonsalm - Gilfert" links abbiegen, daraufhin kurz abfallend und nach wenigen Minuten wieder ansteigend zu einigen Almen (Eggeraste). Kurz darauf erreicht man nach einer Rechtskurve eine weitere Forststraße, in die man rechts einbiegt.
Nun zwei Varianten:
Var. 1: Nach einigen Minuten kann man, falls ortskundig, durch den Wald nach oben steigen bzw. evtl. vorhandenen Ski- bzw.Schneeschuhspuren folgen. Dadurch berührt man nicht mehr die Nonsalmen, sondern lässt diese rechts unter sich liegen.
Var. 2: Ansonsten nicht links in den Wald abbiegen, sondern auf dem Weg bleiben bis zu den Nonsalmen. Diese sind eine Ansammlung von alten, sehenswerten Holzhäusern.
Ab der Nonsalm sieht man bereits, noch weit hinten, das Kreuz des Zieles. Aber dieses ist rund acht Meter hoch und noch ca. zwei Stunden entfernt! Doch die Orientierung fällt leicht, da man das Ziel immer vor sich hat. Es geht über kleine Kuppen und an Mulden vorbei leicht ansteigend, das sogenannte Wetterkreuz lässt man links liegen. Zum Gipfel hin wird es etwas steiler, aber nie zu schwer und immer übersichtlich.
Eine weitere Aufstiegs-Alternative ist die Besteigung des Wetterkreuzes und weiter über den Westgrat.
Abstieg:
Wie Aufstieg, wobei es entlang des breiten Aufstiegsweges einige sehr schöne und oft unberührte Varianten gibt. Da das Gebiet bis zu der Nonsalm übersichtlich ist, gibt es in diesem oberen Bereich keine Orientierungsprobleme. Ab der Nonsalm kann man auch auf dem Forstweg absteigen.
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