Über Schneibstein und Seeleinsee im Hagengebirge
"Reib'n" heißt so viel wie "Runde". Bekannt sind in den Berchtesgadener sowohl die Große als auch die Kleine Reibn als Skitour. Beide sind auch in der schneelosen Jahreszeit beliebte Bergwandertouren. Hier beschreiben wir die Kleine Reibn als Sommertour.
Am besten läßt sich diese Tour als Zweitagestour durchführen, wenn man z. B. im Schneibsteinhaus der Naturfreunde oder im Carl-von-Stahl-Haus übernachtet. Als Ein-Tagestour lässt sie sich zu unternehmen, wenn man mit der Jennerbahn frühzeitig bis zur Gipfelstation fährt und sich so den knapp zweistündigen Aufstieg von Hinterbrand erspart.
"Nebenbei" erreicht man noch den leichtesten Zweitausender der Berchtesgadener Alpen (Schneibstein) und streift zum Teil das Hagengebirge.
Hier die ungefähre Übersicht des Tourenverlaufs. Man erreicht zuerst das Carl-von-Stahl-Haus im Torrener Joch (im Bild nicht sichtbar) oder das Schneibsteinhaus. Von diesem aus weiter auf den Schneibsteingipfel, Windscharte und Hochgschirr zum Seeleinsee.
Zurück über die Königsbachalm entweder zur Mittelstation oder direkt zum Parkplatz im Tal.
GPS-Wegpunkt:
N47 35.569 E12 59.247 zu Google Maps
Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Bahn bis nach Berchtesgaden. Vom Bahnhof Berchtesgaden gelangt man mit den Bussen der RVO nach Königssee (Linie 9541 und 9539) und Schönau (Linie 9543, 9546, 9539 und 9545).
Mit dem Pkw:
Aus dem Norden, Westen oder Osten über die Bundesautobahn A8 München-Salzburg, Ausfahrt Bad Reichenhall, dann die B20 bis zum Königssee. Von Süden über die Tauernautobahn, Ausfahrt Salzburg Süd, dann die B305 nach Berchtesgaden und die B20 zum Königssee.
Tourenplaner / Online-Fahrpläne:
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Information:
Info Königsseeschifffahrt, Tel. +49/8652/96 36 18, bayerische-seenschifffahrt.de. Die ersten Schiffe verkehren um 8 Uhr (Hochsaison; Nebensaison 8.30 Uhr). Die Überfahrt nach St. Bartholomä dauert etwa 35 Min. und kostet als einfache Fahrt 7,50 € (Stand 2015).
Zur Jenner-Bergstation:
Entweder mit der Bahn (ab Schönau) oder zu Fuß ab dem Parkplatz in Hinterbrand.
Zum Schneibstein:
Der Ort, an dem die Route von der Bergbahn und der Aufstiegsweg zusammen kommen, heisst Jennersattel oder auch Mitterkaserjoch. Von hier aus erreicht man das Carl-von-Stahl-Haus in ca. 20 Minuten auf breitem und markierten Weg. Abstecher zum Schneibsteinhaus der Naturfreunde ist möglich. Vom Franz-von-Stahl-Haus (Stahlhaus) aus in südlicher Richtung zuerst auf eine kleine Kuppe, von hier aus weiter durch dichte Latschen bis zum Rücken des Schneibstein. Dieser Rücken zieht sich bis zum breiten Gipfelplateau hin durch. Schwierigkeit: leichter Bergweg, außer die Steine sind feucht oder gar vereist. Dauer ab der Bergstation ca. 2 Stunden.
Zum Seeleinsee:
Ab dem Gipfel südlich halten (Beschilderung "Windscharte"). Das leichte Gelände fällt etwas ab; man passiert die Westseite des Windschartenkopfes und gelangt durch ein längeres, karstiges Hochtal zum Seeleinsee. Dauer ab Schneibstein ca. 1,5 - 2 Stunden, Schwierigkeit: leichte Wege und Bergsteige, teilweise verläuft der Weg über größere Felsblöcke.
Rückweg:
Am Seeleinsee hat man die südlichste Stelle der Kleinen Reibe erreicht. Man folgt kurz dem Weg, um kurz darauf rechts (also westlich) abzubiegen, während der geradeaus führende Weg unterhalb des Kahlersberg weiter nach Süden verläuft (siehe hierzu Abstiegsvariante unten). Nach einem längeren, aber nicht schweren Abstieg verläßt man schließlich den Wald und hat das Almgelände der Priesbergalm erreicht. Hier folgen gleich mehrere Einkehrmöglichkeiten: Priesbergalm, Branntweinbrennhütte und Königsbachalm. Bei der Brennhütte kann man mit etwas Glück beim Brennen des Enzian zusehen. Nach der Königsbachalm bleibt man auf dem Hauptweg, wobei man bei einer kurz darauf folgenden Abzweigung die Möglichkeiten hat, entweder über den linken Weg zum Parkplatz abzusteigen oder bei der rechten Abzweigung den Weg zur Mittelstation einzuschlagen.
Dauer ab Seeleinsee ca. 2 Stunden.
Abstiegsvariante:
Eine weitere Variante wäre, vom Hochgschirrsattel (die Kreuzung nach dem Seeleinsee) geradeaus weiter zu wandern, und durch das Landtal zum Obersee hinabzusteigen. Dort angekommen, fährt man mit dem Schiff zurück nach Schönau. Wichtig: Vorher wegen Fahrplan erkundigen!
Berg-Flockenblume, Weißer Germer, Alpen-Aurikel, Alpenglöckchen, Steinschmückel, Stengelloses Leimkraut, Zwerg-Mannsschild, Hornklee, Zwergprimel, Herzblättrige Kugelblume, Kleine Glockenblume Alpen-Süßklee, Steinschmückel, Enzian, Narzissenblütiges Windröschen, Wald-Schlüsselblume, Wald-Storchschnabel, Alpenglöckchen Alpen-Frauenmantel, Manns-Knabenkraut
Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen
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