Ausflug ins Herz der Zillertaler
Die Auffahrt zur Berliner Hütte ist nicht schwierig - eine angenehme Forststraße und zum Schluss ein einfacher Bergweg. Das Ganze in landschaftlich imposanter Umgebung, insbesondere, wenn man sich im oberen Bereich den glitzernden Gletschern nähert. Wegen der Befahrbarkeit sollte man sich vorher - am besten bei der Touristinfo in Ginzling (Tel. +43 5286 5218) - über die aktuellen Bedingungen erkundigen. Beliebt ist die Auffahrt auf alle Fälle: Täglich fahren Mountainbiker trotz eines Verbotsschildes (Stand: Juli 2012) die Strecke hinauf. Kein Wunder, erspart man sich doch mit der Abfahrt den kilometerlangen Talhatscher durch den Zemmgrund. Wer sich erkundigen will, ob das Fahrverbot aktuell besteht, kann dies ebenfalls über die Touristinfo Ginzling erfragen.
GPS-Wegpunkt:
N47 03.649 E11 45.018 zu Google Maps
Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Buslinie "Christophorus" ab Mayrhofen (z.B. Bahnhof, Penkenbahn) über Ginzling zur Haltestelle Breitlahner
Mit dem Pkw:
Ab Mayrhofen im Zillertal in Richtung Schlegeis-Stausee. Beim Gasthof Breitlahner (hinter Ginzling) befindet sich der große, gebührenpflichtige Wanderparkplatz.
Tourenplaner / Online-Fahrpläne:
hier klicken
Auffahrt:
Vom Parkplatz folgen wir der Straße in Richtung Berliner Hütte. Nach einem kurzen Steilstück erreichen wir in wenigen Minuten den unteren Bereich des Zemmgrundes, wo es relativ eben weiter geht. Mal flacher, mal steiler führt uns die Forststraße durch den Zemmgrund zur Grawandhütte und über eine kleine Talstufe zu dem offenen Gelände der Grawandalm. An ihrem oberen Ende passieren wir den Parkplatz für das Personal der Berliner Hütte. Wenige Meter darüber befindet sich bei einer Schranke ein zweites Verbotsschild (für Radfahrer) vor einer kleinen Hütte. Hier sollten wir unser Bike abstellen, denn die nächsten Minuten befinden wir uns auf einem nicht zu breiten Weg, der rechts sehr steil nach unten zum Zemmbach abfällt, unzureichend abgesichert und stellenweise schlecht zu befahren ist. Nur Insider, die den Weg gut kennen, fahren hier weiter.
Anschließend erreichen wir die Wiesen der Waxeggalm mit dem kleinen Stausee. Nachdem wir den Gasthof Alpenrose hinter uns gelassen haben, endet der Wirtschaftsweg. Wir verlassen einige Meter nach dem Gasthof die Straße links und gelangen über einen gut ausgebauten Bergsteig zu einer Gedenkstätte an den Zweiten Weltkrieg. 30 Minuten nach dem Gasthof sind wir bei der Berliner Hütte.
Abfahrt:
wie Auffahrt
Die Fauna auf dem Fahrweg zur Berliner Hütte ist äußerst vielfältig. Wir treffen auf:
Rostbraune Alpenrose, Bärtige Glockenblume, Kugel-Teufelskralle, Punktierter Enzian, Reichblättriges Läusekraut, Klappertopf, Gelbem Fingerhut, Alpen-Milchlattich, Gelber und Roter Täubnessel, Ahriger Teufelskralle, Roter Holunder, Weißer Pestwurz, Gelber Eisenhut, Waldstorchschnabel, Bärenklau.
Alpenvereinskarte 35/1
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