Über Bodenalm und Kühzaglalm
Der Name "Boden" bedeutet meist ein flaches oder wenig geneigtes Stück an einem Berghang oder auch im Tal (Ahornboden), während es sich bei einer "Schneid" meist um einen scharfen Rücken handelt, der nach zwei Seiten steil abfällt. Somit lässt sich der Name des Berges "Bodenschneid" leicht erklären: Den Boden gibt es unterhalb des Gipfels in Form einer ebenen Almfläche, während sich vom Gipfel nach Südosten hin ein mehrere Hundert Meter langer Grat hinzieht, der nach beiden Seiten steil abfällt. In dieser Region gibt es auch die Baumgartenscheid und die Gindelalmschneid.
Auf die Bodenschneid führen mehrere Wege, hier beschreiben wir den steilsten Aufstieg, welcher von Enterrottach über die Bodenalm zum Gipfel führt. Zum Ausgleich ist die Abstiegsvariante wesentlich einfacher: Sie führt durchgehend (abgesehen vom obersten Gipfelbereich) nur über Forststraßen zurück zum Ausgangspunkt. Zur Brotzeit laden zwei gastliche Hütten ein.
GPS-Wegpunkt:
N47 40.489 E11 48.910 zu Google Maps
Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Bahn nach Tegernsee und vom Bahnhof aus mit dem RVO-Bus 9560 bis zum Wanderparkplatz in Enterrottach.
Mit dem Pkw:
Autobahn München - Salzburg: Von München aus Ausfahrt Holzkirchen Richtung Tegernsee, von Rosenheim aus Ausfahrt Irschenberg Richtung Bad-Tölz / Tegernsee. Die Ortschaft Tegernsee durchfahren, die Ortschaft Rottach-Egern schließt direkt an. Im Ort nach dem See, ca. 250 Meter nach einer Brücke, links (südöstlich) abbiegen Richtung Enterrottach (Schild: Suttenbahn, Valepp). Der Straße folgen zur Mautstelle, wo sich der große Wanderparkplatz befindet.
Tourenplaner / Online-Fahrpläne:
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Aufstieg:
Am östlichen Ende des Großparkplatzes befindet sich ein großer Schilderwald. All seine Wegweiser führen nach Süden. Wir folgen diesem Weg Richtung Sutten, bis nach ca. 20 Minuten linker Hand der Weg zur Bodenschneid abzweigt. Nun ist es aus mit der Gemütlichkeit, denn ab jetzt müssen wir ca. 600 Höhenmeter auf steilem Wald bewältigen. Der schattige Steig schraubt sich in vielen Serpentin zuerst durch Nadelwald, später durch Mischwald, ist aber insgesamt gut begehbar. Nach einer guten Stunde wird der Weg flacher, und kurz darauf betreten wir die Almwiesen der Bodenalm. Wir wandern zwischen den Almhütten hindurch und steigen, wiederum im Wald, nochmals steil bergauf, bis endlich unser Ziel mit dem großen Gipfelkreuz erreichen.
Abstieg:
Vom Gipfel aus steigen wir wenige Meer auf unserem Aufstiegsweg hinunter, um uns gleich danach rechts zu halten. Zwischen zwei kleinen, etwas anspruchsvollen Steilstufen geht es in Serpentinen teils steiler, teils flacher hinab bis wir ca. 40 Minuten nach dem Gipfel das Bodenschneidhaus erreichen. Von diesem aus folgen wir der Forststraße. Bei der ersten großen Gabelung, halten wir uns rechts in Richtung Kühzagl-Alm, auf welcher im Sommer einfache Gerichte und Getränke ausgereicht werden. Die Forststraße hinunter nach Kühzagl ist angenehm schattig und folgt dem Verlauf des Kühzaglbaches. In Kühzagl wenden wir uns bei er ersten Gabelung und wandern nun auf der asphaltierten Kühzaglstraße zurück zum Wanderparkplatz.