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Gerlossteinwand und Freikopf


Frühjahrstour auf die finstere Wand über dem Gerlostal

So finster, wie die Gerlossteinwand von unten aussieht, ist diese Tour sicherlich nicht. Im Gegenteil, sie bietet landschaftlich herrliche Eindrücke bei mäßiger Anstrengung.
Nach der Auffahrt mit der Gerlossteinbahn steigt man über nicht zu steile Hänge empor, um danach die weiten Almflächen des Schönberg-Hochleger zu betreten. Im Winter ein berauschendes Erlebnis zwischen blauem Himmel, weiten Schneeflächen und immer in Sichtweite von Brandberger Kolm, Hochfeld und Gerlossteinwand. Lediglich ca. 40 Minuten vor dem Gipfel muss ein steileres, kurzes Kar bestiegen werden. Mit ein wenig Technik ist aber auch dieses bald überwunden. Danach steigen wir dann wieder relativ flach zu beiden Gipfeln empor.
Am schönsten ist die Tour im Spätwinter, wenn im Bereich der Bergstation die Skisaison bereits beendet ist. Aufgrund der Lawinengefährdung ist sie nur bei sicheren Verhältnissen machbar, ansonsten steigt man nur bis zum Heimjöchl empor.


Schon bei der Anfahrt (hier bei Fügen) fällt der wuchtige, dunkle Block der Gerlossteinwand auf (Bildmitte). Links der Brandberger Kolm, rechts die Ahornspitze.

Schon bei der Anfahrt (hier bei Fügen) fällt der wuchtige, dunkle Block der Gerlossteinwand auf (Bildmitte). Links der Brandberger Kolm, rechts die Ahornspitze.


Dieses Foto zeigt die Gerlossteinwand etwas oberhalb der Bergstation.

Dieses Foto zeigt die Gerlossteinwand etwas oberhalb der Bergstation.



Kurzinfo:

Region:
Zillertaler Alpen
Tourenart:
Skitour
Schneeschuh
Erreichte Gipfel:
Gerlossteinwand 2166 m, Freikopf 2186 m
Dauer:
Aufstieg 2 Std., Abstieg 1 Std. 30 Min.
insgesamt ca. 3 Std. 30 Min.
Lawinengefahr:
Exposition: Nord, Süd, West
Im unteren und mittleren Teil der Tour keine große Lawinengefahr. Im Bereich beider Gipfel ist besondere Vorsicht geboten, und zwar vor und in dem Kar unterhalb des Freikopfes sowie im weiteren Verlauf zwischen dem Sattel unterhalb des Freikopfes und dem Weg von dem Sattel bis kurz vor den Gipfel der Gerlossteinwand. Deshalb nur bei sicheren Verhältnissen zu den beiden Gipfeln aufsteigen.
zur aktuellen Lawinenlage
Einkehrmöglichkeiten:
Touristinfo:
Mayrhofen

Anforderung:

Höhenunterschied:
ca. 600 m
Streckenlänge:
ca. 3,5 km (nur Aufstieg, beide Gipfel)
Schwierigkeit:
leicht(mehr Info)
Zu Beginn Almhänge (Skiabfahrt). Später relativ flaches Gelände im Bereich des Schönberg-Hochleger. Der Aufstieg zu beiden Gipfel führt kurzzeitig durch ein steileres, aber kurzes und lawinengefährdetes Kar.

Start:

Talstation der Gerlosstein-Seilbahn 951 m


GPS-Wegpunkt:
N47 13.057 E11 54.019 zu Google Maps


Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Zillertalbahn bis nach Mayrhofen. Ab dem Bahnhof mit der Christophorus-Linie Nr. 4094 bis zur Haltestation Hainzenberg/Gerlossteinbahn.


Mit dem Pkw:
Über die Inntalautobahn zur Ausfahrt Zillertal / Achensee und durch das Zillertal auf der B169 bis nach Mayrhofen. In Mayrhofen den Wegweisern in Richtung Gerlos folgen. In Hainzenbach befindet sich die Gerlossteinbahn mit dem geräumigen Parkplatz direkt an der Hautstraße.

  • Ab Rosenheim: 100 Km / 1:10 Std
  • Ab München: 155 Km / 1:30 Std
  • Ab Bad Tölz: 90 Km / 1:20 Std
  • Ab Salzburg: 175 Km / 1:50 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:
hier klicken


Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Aufstiegsalterativen zur Seilbahn:

Wer nicht mit der Seilbahn fahren will, hat die Wahl zwischen mehreren Aufstiegswegen (jeweils rund 700 Höhenmeter):
Von Zell am Ziller über Maria Rast und die Sonnalm
Von Hainzenberg auf dem Fahrweg ab der Talstation
Von Hainzenberg ab dem Ötschenwirt
 

Aufstieg:

Direkt hinter der Bergstation ragt die Gerlossteinwand empor. Von hier aus gesehen, steigen wir links über die Hänge bis an den Waldrand, wo eine Schlepplifttrasse nach oben führt. Wir folgen dieser bis zu seinem oberen Ende. Dort gehen wir in die gleiche Richtung weiter aufwärts, entweder in einer Rinne oder rechts davon über den geraden Rücken. Nachdem wir die erste Stufe erreicht haben, sehen wir ein weites, baumloses Gelände mit einer kleinen Hütte vor uns. Wir gehen weiter in südöstlicher Richtung und umgehen die Gerlossteinwand an ihrer Ostseite. Nach der zweiten Stufe erreichen wir ein wiederum recht flaches und baumloses Gelände. Wir befinden uns auf dem Heimjoch (Heimjöchl). Dahinter, in ca. zwei Kilometer Entfernung, ragen Torhelm und Brandberger Kolm empor. Ein Wegweiser lenkt uns nach rechts (Westen). Nach einigen Minuten wird das Gelände steiler und wir halten uns bald nochmals nach rechts, um in das Kar westlich des Freikopf-Gipfels aufzusteigen. Hier sollte man die Lawinen-Vorsichtsmaßnahmen genau beachten: Am oberen Ende des Kars befindet sich meist eine große Wechte. Am besten direkt am rechten Rand des Kars aufsteigen. Auf dem Sattel südlich des Freikopfes angekommen, halten wir uns rechts, es sind nur wenige Minuten bis zum Gipfel. Auch bei diesem ist besondere Vorsicht geboten: Es gibt Wechten und die Wand fällt steil auf die andere Seite ab.
Vom Gipfel steigen wir einige Minuten zurück auf den Sattel und halten uns dort rechts, um in der ursprünglichen Gehrichtung ca. 20 - 30 Höhenmeter in eine Senke abzusteigen. In dieser wenden wir uns rechts, und erreichen mäßig ansteigend bald das Gipfelplateau mit Gipfelkreuz und kleiner Schutzhütte (ca. 300 Meter ab der Senke).
 

Rückweg:

Wie Aufstieg.

Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30 km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier


Mayrhofen im Zillertal - Hippach
Mayrhofen im Zillertal - Hippach
© https://www.panomax.com
Zillertal Arena - Kreuzwiese
Zillertal Arena - Kreuzwiese
© https://www.panomax.com
Zillertal Arena - Fichtensee
Zillertal Arena - Fichtensee
© https://www.panomax.com

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Literatur:

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Tour-Details
Autor / Autoren: anonym
Erstellt am: 20.05.2012
Letzte Änderung: 15.03.2022
Aufrufe seit Okt. 2026: 8