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Pölven-Überschreitung am 17.5.2026 (Kitzbüheler Alpen)

Begonnen von Bergautist, 19.05.2026, 10:00

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Bergautist

Der Pölven fällt vom Inntal aus durch seine riesigen Steinbrüche auf. Unterwegs kommt man an einer Vielzahl von Kreuzen vorbei, von denen keines auf einem Gipfel steht. Als höchster Punkt des Pölven stellte sich nicht der nur weglos zu erreichende "Große Pölven" heraus, sondern der Mittagskogel. Da sind sich aber auch die amtlichen Karten noch nicht einig, während die OSM hier vollständig versagt. Wie auch der Gipfel des Kleinen Pölven, ist der Mittagskogel nur durch Steinaufbauten markiert, während die Kreuze eine gute Aussicht garantieren.

Die berühmte Treppe im Lengauer Steig gibt es nicht mehr, sie ist wahrscheinlich im letzten Jahr durch Trittbügel ersetzt worden. Insgesamt wurde der Pölvensteig im Abstieg als unangenehmer empfunden, während der Kammweg ein Spaziergang war.

Mit dabei: 3 Aiblinger, 1 Rosenheimer, 3 roBergler, also zusammen 4 #gruebeln# .

Datum: 
17. Mai 2026
Ziel: 
alle Pölven-Gipfel
Ausgangspunkt: 
Bad Häring, Wanderparkplatz
Route: 
Bad Häring - Lengauer Steig - Mittagskogel - (Großer Pölven) - Kleiner Pölven - Pölvensteig - nördliche Forstwege - Bad Häring
Wegbeschaffenheit: 
Anstieg und Abstieg sehr steil (T3, Wurzelsteige) mit zahlreichen Seilversicherungen, ab 1400 m alter Neuschnee mit Graupelauflage, Wege leicht feucht, aber nicht zu rutschig
Gefahrenpotential: 
Absturzgelände (Auf- und Abstieg) - bei Dauerregen eher nicht zu empfehlen
Wetter: 
zu Beginn und zum Ende der Tour Sonne, dazwischen starke Bewölkung mit anfänglichem Graupelregen
Flora/Fauna: 
Viecher keine, Blumen kaum
Hütteninfo: 
unterwegs keine Einkehr
Sonstiges: 
16 km, 1350 Hm

geroldh

#gruebelgruebel# Wann wurde die schöne Leiter ersetzt? Leider ist mir die KI die Antwort schuldig geblieben...

Übersicht mit (Google)KI - 1. Versuch:
ZitatDie lange Leiter im Sinwel-Klettersteig (auch bekannt als Lengauer Steig) am Großen Pölven in den Kitzbüheler Alpen wurde aus Sicherheitsgründen entfernt. Sie wurde durch modernere, künstliche Tritthilfen und Eisenklammern ersetzt.
Der Steig selbst ist weiterhin problemlos begehbar. Die technischen Details bleiben unverändert:
Schwierigkeit: Leicht bis mäßig (A/B)
Charakter: Sehr gut abgesicherte Wald- und Felskletterei (kein Klettersteigset zwingend erforderlich, aber empfohlen)
Region: Nahe Söll und Bad Häring, Tirol
Dauer: ca. 3,5 bis 5 Stunden (je nach gewählter Runde)

Übersicht mit (Google)KI - 2. Versuch:
ZitatAm Sinwel-Klettersteig (auch Lengauer/Lengerer Steig genannt) am Großen Pölven wurde die ehemalige, lange Eisenleiter abgebaut und durch moderne Steigklemmen und Stifte ersetzt. Die Route ist weiterhin durchgehend gut abgesichert, die Kletterei ist jedoch etwas anspruchsvoller geworden.
Details zum Steig:
Schwierigkeit: A/B (mäßig schwierig)
Charakter: Eine landschaftlich schöne, kurze Klettersteigpassage, die ideal mit einer Pölven-Überschreitung kombiniert werden kann.
Region: Der Pölven (1.595 m) ist ein freistehender Berg bei Söll und Bad Häring, der einen tollen Ausblick zum Wilden Kaiser bietet


Dann doch auf "historische Fotoaufnahmen" in einer Wander-Navi-App zurück greifen:
komoot: Lengauer Steig (Prof. Sinwel Steig)



PS: Kommentar/Zitat von bergsteigen.com (08.03.2026):
Zitat... der Steig [200 Hm / 0:30 Min.] wurde saniert. Wir haben jetzt "gut" für die Absicherung ... Wir wohnen genau darunter, laufen dort oft zum Trainieren hinauf und wissen deshalb, von was wir sprechen...

PPS:
Die Austrian histMap von 1960 kennt dort noch keine Steinbrüche, aber den alten Steig von Bad Häring hinauf zum Bad Häringer (Aussichts-)Kreuz. Den (Kletter-)Steig (Lengauer Steig) gibt es (offiziell) noch nicht, ggfs. waren dort aber bereits die Jäger (und Wilderer?) unterwegs...
Der untere Steinbruch (ab ca. 1980) unterbricht bzw. zerstört diesen alten Anstieg, der (Kletter-)Steig, bzw. "Prof.-Sinwel-Steig", wird die alternative "Umgehung", der obere Steinbruch "wächst" ab ca. 2000 aus dem Bergwald... Austrian Map - Orthophoto


Die peinliche Seite des Pölven

Bergautist

Zitat von: geroldh am 19.05.2026, 21:49PPS:
Die Austrian histMap von 1960 kennt dort noch keine Steinbrüche, aber den alten Steig von Bad Häring hinauf zum Bad Häringer (Aussichts-)Kreuz. 
Rund um den Ortsteil Burg von Bad Häring findet man in der 60er-Karte noch zweimal die Bezeichnung "Stb." unterhalb des alten Steigs. Erst in der Karte von 1930 ist Schluss damit. Dafür erscheinen die Bezeichnungen "Kohlebergw." und "Zement O.". Ich nehme mal an, damit sind Kohlebergwerk und Zementofen gemeint.

https://maps.bev.gv.at/#/center/12.1509,47.5169/zoom/13.6/basis/epo_3/compare/epo_1

eli

Servus Bergautist,

habe deinen sehr aufschlussreichen Beitrag "Pölven - Überschreitung" mit Vergnügen und leichten Erinnerungslücken meinerseits gelesen. Ist ja auch schon 14 Jahre her, dass ich mal eine ähnliche Runde dort gedreht habe. Du findest sie und das "gache Leiterl"  ggf. unter https://www.roberge/de/index.php?topic=4680.0 . 
Der steff hat übrigens damals auch dazu geschrieben.

Wünsche dir weiterhin viele, so schöne Touren in unseren geliebten Bergen

hawedere    eli

Bergautist

Danke eli, insbesondere für deinen ausführlichen Bericht. Da der sehr lohnend zu lesen ist, hier nochmals der korrigierte Link:

https://www.roberge.de/index.php?topic=4680.0