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Zwei Tage am Similaun

Begonnen von Reinhard, 11.07.2026, 11:55

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Reinhard

Diese Woche waren zwei roBergler – @Bergautist und ich – unterwegs, um uns ein Bild von der Similaunhütte und ihrer Umgebung zu machen.


Tag 1:

Der Aufstieg begann in Vent. Laut Beschilderung ca. 2,5 Stunden bis zur Martin-Busch-Hütte. Den teilweise recht holprigen Weg konnte ich mit dem E-Bike abkürzen, während mein Begleiter zu Fuß unterwegs war. Nach einer kurzen Stärkung ging es gemeinsam weiter in Richtung Similaunhütte. Der Weg verläuft überwiegend flach und dauert rund zwei Stunden. Die Abzweigung zur Ötzi-Fundstelle ließen wir rechts liegen, da der Abstecher erst für den nächsten Tag für den Abstieg vorgesehen war.

Weiter ging es an der neuen und später an der alten Schäferhütte vorbei. Sie dienten den Hirten jahrhundertelang als spartanische Unterkunft während des Sommers, bis 2011 weiter talabwärts die neue Almhütte errichtet wurde. Die Ritzungen am Gebäude , siehe Foto, sind quasi das historische ,,Gästebuch" der Hirten, die sich hier während der langen, einsamen Sommerwochen verewigten.

Mit zunehmender Höhe boten sich immer eindrucksvollere Ausblicke auf die umliegenden Gletscher. Kurz vor der Hütte musste auf knapp unter 3.000 Metern noch ein Schneefeld gequert werden, bis wir schließlich unser Tagesziel erreichten.

Die Similaunhütte liegt auf 3.019 Metern Höhe direkt an der Grenze zwischen dem österreichischen Tirol und dem italienischen Südtirol. Sie befindet sich in Privatbesitz, wird jedoch ähnlich wie eine Alpenvereinshütte geführt. Von der Hütte bietet sich ein herrlicher Blick auf den Similaun (3.597 m). Gleichzeitig kann man von hier aus auf die Südtiroler Seite (zum Vernagtsee) hinunterblicken.

Eine ausführliche Beschreibung mit weiteren Bildern unseres Aufstiegs findet sich auf der Seite von Bergautist.


Kurzinfo:

Datum: 08.07.2026

Ziel: Similaunhütte

Ausgangspunkt: Vent, Ötztal

Route: Vent - Martin-Busch-Hütte - Similaunhütte

Wegbeschaffenheit: meist holpriger Forstweg

Gefahrenpotential: ---

Wetter: bedeckt, später Nieselregen

Hütteninfo: Übernachtung: Martin-Busch-Hütte voll ausgebucht, Similaunhütte noch Plätze frei

insgesamt ca. 1100 Höhenmeter


Martin-Busch-Hütte.jpg
Martin-Busch-Hütte


Weg zur Simmilaun.jpg
Foto von der Abfahrt (Tag 2)


Similaunhütte noch weit entfernt.jpg
Die Similaunhütte ist noch weit, ca. 1,5 Std. entfernt


Alte Schäferhütte.jpg
Die alte Schäferhütte


Similaun.jpg
Der abendliche Similaun, von der Hütte aus gesehen.


(Tag 2 folgt)

Reinhard

Tag 2:

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Ötzi-Stele. Die anspruchsvolle Überschreitung des Jochkopf-Kammes erwies sich als abwechslungsreich und weist teilweise klettersteigähnlichen Charakter auf.

Nach etwa zwei Stunden erreichten wir das Tisenjoch mit der Ötzi-Stele. Von hier eröffnet sich auch ein eindrucksvoller Blick hinunter zum Vernagtsee. Vermutlich lässt sich die Stele sogar vom See aus erkennen. Der eigentliche Fundort des Mannes aus dem Eis befindet sich etwa 70 Meter nordöstlich der Stele.

Auf die ursprünglich geplante Besteigung der Fineilspitze (knapp 400 Höhenmeter) verzichteten wir aus Zeitgründen, schließlich wartete noch ein zusätzlicher Abstieg von rund 1.300 Höhenmetern auf uns. Für den Rückweg wählten wir den nordöstlichen Steig, der zunächst über ein Schneefeld und anschließend weitgehend flach zur Martin-Busch-Hütte hinabführt.

Dort ließen wir uns den wohlverdienten Kaiserschmarrn schmecken und genossen den herrlichen Blick auf den gegenüberliegenden Mutmalferner. Anschließend ging es über die letzten sieben Kilometer zurück nach Vent – für mich per E-Bike, während mein Begleiter den gesamten Rückweg weiterhin zu Fuß bewältigte.

Auch hier gibt es viel mehr Fotos und Einzelheiten auf Brombas Berge !


Kurzinfo:

Datum: 09.07.2026

Ziel: Ötzi-Fundstelle

Ausgangspunkt: Similaunhütte

Route: Similaunhütte - Jochkopfkamm - Fundstelle - Martin-Busch-Hütte - Vent

Wegbeschaffenheit: Kammüberschreitung anspruchsvoll, kurz bis T2/T3

Wetter: wolkenlos



Mitten in den Jochköfeln.jpg
Der Grat heißt meist ,,Jochköpfe" (Plural), auch "Jochköfel". Die einzelnen Gipfel werden als ,,Jochkofel" bezeichnet.


Ötzi-Fundstelle und Fineilspitze.jpg
Ötzi-Stele


Schneefeld unter dem Tisenjoch.jpg
Schneefeld unter dem Tisenjoch


Unterhalb des Tisenjoch.jpg
Von links: Mutmalspitze - Hintere Schwärze - Westliche Marzellspitze - Similaun


Mutmalferner.jpg
Mutmalferner